Von Pfr. Dr. Guido Rodheudt

Ewiger Leib

Wie die Sorge um die Seele den Leib verklären hilft

Das Niveau einer Zivilisation erkennt man unter anderem an der Art und Weise sich zu kleiden, besser noch, an der Art und Weise sich zu bekleiden. Denn das Bekleidetsein entspricht einem kultivierten Umgang mit dem Körper und der Einsicht, dass man als Mensch kein Tier ist, das im Unterschied zum Menschen schon mit einem Kleid aus Fell auf die Welt kommt. Der Mensch muss – wenn er das einmal verstanden hat – Kleider machen, um seine Blösse zu bedecken. Er tut dies nach dem biblischen Schöpfungsbericht, weil er sich ohne Bekleidung schämt. Schliesslich, so sagt es das Buch Genesis, hatte er sich Gott gegenüber im Ungehorsam vergaloppiert und am Ende festgestellt, dass seine Blösse etwas Unpassendes war.

Positiv gewendet könnte man auch sagen, dass der Mensch, als er dann in die Lage versetzt wurde, die Welt differenziert zu erkennen, auch einsehen musste, dass sein Leib etwas Vergängliches geworden war und damit zugleich etwas Schützenswertes. Die Heiligkeit des Gottesgeschenkes, einen Leib zu haben, musste fortan umhüllt werden.

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