Von Andreas Raffeiner

Oberst Christoph Graf erfüllt es mit Stolz, den Papst zu beschützen

Die Päpstliche Schweizergarde (lat. Pontificia Cohors Helvetica) sichert den Apostolischen Palast, die Zugänge zur Vatikanstadt sowie die Zugänge zur Sommerresidenz des Papstes im Städtchen Castel Gandolfo und ist überdies für seine persönliche Sicherheit verantwortlich. Das Militärkorps wurde 1506 durch Papst Julius II. gegründet.

Seit Februar 2015 steht Christoph Graf als 35. Kommandant der Geschichte der Päpstlichen Schweizergarde vor. Im ersten Teil des Interviews spricht der gebürtige Pfaffnauer (Kanton Luzern) darüber, wie er zur Leitung der Päpstlichen Schweizergarde gekommen ist und über die Grundvoraussetzungen, um zur Garde zu stossen. Auch wird die Grundausbildung zum neu aufgenommenen Schweizergardisten thematisiert.

Herr Kommandant Graf, können Sie sich bitte ein wenig selbst beschreiben?

Ich bin in einer kinderreichen Familie (neun Kinder) in Pfaffnau und Richenthal, im Luzerner Hinterland, aufgewachsen. Nach meiner obligatorischen Schulzeit trat ich in die Fussstapfen des Vaters und begann eine Ausbildung bei der Post. Nach neun Jahren Dienst auf verschiedenen Poststellen meldete ich mich 1986 bei der Päpstlichen Schweizergarde.

Der damalige Kommandant, Oberst Roland Buchs, liess mir das Aufgebot auf den 2. März 1987 zukommen und so begann mein Abenteuer im Dienste des Heiligen Vaters und der römisch-katholischen Kirche im fernen Vatikan. Im Jahre 2001, nach dem grossen Jubiläum des Jahres 2000, heiratete ich Brigida, eine Italienerin aus San Giovanni Rotondo, dem bekannten Wirkungsort von Pater Pio.

Wir haben zwei Kinder, Irene und Francesco, die motiviert die Schweizer Schule in Rom besuchen. Ich muss gestehen, dass ich nie gross Heimweh nach der Schweiz hatte, aber dennoch verbringe ich einen Teil der Ferien in meiner geliebten Heimat und versuche, meiner Familie unsere schöne Schweiz näherzubringen.

Den vollständigen Artikel können Sie als Abonnent des SKS lesen.

Jetzt Abonnent werden