In den zurückliegenden Tagen ist das SKS wegen eines Interviews mit dem bekannten Fernsehmoderator Kurt Aeschbacher zum Thema der Schweizer Medien geworden. Dazu an dieser Stelle folgende Erklärung:

In unserer neuen Reihe bringen wir Interviews mit prominenten Schweizern über Fragen des Glaubens und menschlicher Werte.

In der Redaktion kamen im Rahmen einer üblichen journalistischen Abwägung nach Fertigstellung des Interviews mit Herrn Aeschbacher Zweifel daran auf, ob die darin geäusserten Sichtweisen zu unserer Zeitschrift passen und die Leserschaft eher verwirren als bereichern würde. Auch der offensive Umgang Herrn Aeschbachers mit seiner Homosexualität wurde im Blick auf unsere Leserschaft diskutiert.

Am Ende haben wir uns aus Fairness und  Liberalität sowie aus Wertschätzung gegenüber Kurt Aeschbacher und seiner Bereitschaft, uns ein Interview zu geben, für die Veröffentlichung desselben entschieden.

Die mediale Reaktion von Herrn Aeschbacher stützt sich im Wesentlichen darauf, dass ihm unsere redaktionsinternen Überlegungen durch die unautorisierte Weitergabe einer Email-Korrespondenz durch einen freien Mitarbeiter weitergereicht wurden. Da es sich dabei aber erstens um eine private Korrespondenz handelt, zweitens lediglich um Vorüberlegungen und weil wir drittens das Interview vereinbarungsgemäß gedruckt haben, weisen wir die falsche Tatsachenbehauptung, wir hätten uns des Tatbestandes einer schweren Diskriminierung schuldig gemacht, entschieden zurück.

Bei Herrn Aeschbacher entschuldigen wir uns an diese Stelle für die durch unseren freien Mitarbeiter entstandenen Irritationen.

Melanie Host, Chefredaktorin SKS