Von Dr. phil. Martha von Jesensky

Wo ist Gott?

Die Stillstellung der Welt durch das Coronavirus ist der absolute Schrecken für die Ultramobilen der globalen Elite, die man aus den Flughafen-Lounges und Erste-Klasse-Abteilung der ICE-Züge kennt. Das sind die Erfolgsmenschen, die ständig und überall zu Hause sind. Der Filmschauspieler
George Clooney verkörpert diesen Typus authentisch in dem Film «Up in the Air».

Der grosse französische Philosoph Blaise Pascal (17 Jhd.) meinte, das ganze Unglück der Menschen rührt daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben vermögen. Der Mensch ist nämlich ein unruhiges Wesen, ständig auf Betätigung, Zerstreuung und Ablenkung bedacht – er kann es nicht mit sich selbst aushalten.

Und so gilt auch jetzt im Zeichen der Ausgangssperre: Die meisten diejenigen, die heute weniger oder gar nichts zu tun haben, können mit sich allein nichts anfangen. Doch der neue Virus konfrontiert viele Menschen in unserer Wohlstandsgesellschaft, wohl zum ersten Mal in ihrem Leben, mit dem echten, ernsten Überleben. Mit der Angst, wie geht es weiter? (Vgl. Norbert Bolz, NZZ, 26. März 2020)

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