Von Generalvikar Andreas M. Fuchs

Lieben und leiden

«Meine Lebensweise besteht nun meistens darin: lieben und leiden». Dies schreibt der Pförtner von Altötting, der heilige Konrad von Parzham, dessen Fest die Kirche am 21. April feiert. Was hat das uns Menschen von heute zu sagen?

Von der Pforte auf Erden zur himmlischen Pforte

Über 40 Jahre lang war der hl. Konrad im «St. Anna-Kloster» in Altötting bis zu 18 Stunden am Tag an der Pforte des Klosters für die vielen Menschen da, die «den heiligen Pförtner um ein gutes Wort, einen kleinen Dienst, ein Stück Brot, einen erfrischenden Trunk, ein liebes Andenken und um Trost in ihren Anliegen baten! Selbst Zudringlichkeit, Grobheit und Bosheit brachten es nicht fertig, sein geduldiges Schweigen und seine lächelnde Ruhe zu stören» (Pius XII.). Wie ist so etwas möglich? 

Lieben

In einem der wenigen Briefe des Heiligen gibt er auch uns das «Rezept» dafür an: «Meine Lebensweise besteht nun meistens darin: lieben und leiden, im Staunen und Anbeten und Bewundern der namenlosen Liebe zu uns armen Geschöpfen. In dieser Liebe meines Gottes komme ich an kein Ende. Da hindert nichts, da bin ich immer mit meinem lieben Gott auf das Innigste vereinigt. … Ich bin bemüht, ihn recht zu lieben. Oh, das ist ja oft mein einziger Kummer, dass ich ihn so wenig liebe. Ja, ich möchte ein Seraph in der Liebe sein. Ich möchte ja oft alle Geschöpfe anrufen, dass sie mir doch meinen lieben Gott lieben helfen. Die Liebe hat keine Grenzen.»

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