Von Prof. Dr. Marius Reiser

Die Heilige Messe als Bibliodrama

«Die Kirche hat die Heiligen Schriften immer verehrt wie den Herrenleib selbst, weil sie, vor allem in der heiligen Liturgie, vom Tisch des Wortes Gottes wie des Leibes Christi ohne Unterlass das Brot des Lebens nimmt und den Gläubigen reicht. In ihnen zusammen mit der Heiligen Überlieferung sah sie immer und sieht sie die höchste Richtschnur ihres Glaubens, weil sie, von Gott eingegeben und ein für alle Male niedergeschrieben, das Wort Gottes selbst unwandelbar vermitteln und in den Worten der Propheten und der Apostel die Stimme des Heiligen Geistes vernehmen lassen. Wie die christliche Religion selbst, so muss auch jede kirchliche Verkündigung sich von der Heiligen Schrift nähren und sich an ihr orientieren.»

Mit diesen gewichtigen Feststellungen beginnt das letzte Kapitel der Dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung des Zweiten Vatikanischen Konzils. Die Liturgiekonstitution verlangte deshalb, «dass den Gläubigen der Tisch des Gotteswortes reicher bereitet werde» (51).

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