Von Christa Meves

Grosseltern

Eine schon fast eingegangene, einst so fruchtbare Pflanze im Garten Eden ist nach reichlicher Wässerung zu neuem Leben erwacht und wächst nun im neuen Jahr neuem Leben entgegen. In symbolischer Darstellung ist damit von mir eine erstaunliche Neuheit gemeint: die Wiederbelebung der Wertschätzung einer schon fast verdursteten Randgruppe in den westlichen Gesellschaften: der Grosselternschaft.

In der aufspriessenden Nachkriegsbevölkerung hierzulande war zunächst vor allem lange Zeit die Grossmutter meist noch ein zwingend notwendiger Ersatz für die in grosser Zahl gefallenen Väter gewesen. Aber nachdem im zerstörten Deutschland die schlimmsten Notstände erst einmal überwunden waren, inszenierten die vaterlos aufgewachsenen jungen Söhne und Töchter eine wilde Revolte gegen das Bürgertum.

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