Von P. Joseph Braun SMB

Von der seligen Reise des Gott suchenden Menschen

Die Geschichte der Drei Könige aus dem Morgenland ist ganz unsere Geschichte. Denn sagt selbst: Sind wir nicht alle Pilger auf der Reise, Menschen, die keine bleibende Stätte haben, selbst wenn wir nie unsere Heimat verlassen mussten? Wie flieht die Zeit, wie schwinden die Tage, wie sind wir ewig im Wandel! Unser Weg zieht durch unsere Kindheit, durch die Jugendkraft und Altersreife, durch wenige Feste und viel Alltag, durch Reinheit und Schuld, durch Hohes und Erbärmliches, immer weiter, unaufhaltsam weiter, vom Morgenland des Lebens zum Abendland des Todes. So unaufhaltsam und unerbittlich geht es weiter, dass wir es oft gar nicht mehr merken, dass wir meinen, wir ständen still.

Aber wohin führt diese Reise? Suchen wir wirklich auf unserer Lebensreise ein Ziel! Hier ist jetzt nicht die Rede von Beruf und Karriere, sondern von einem endgültigen Ziel. Ja, wir wissen es doch: Gott, heisst das Ziel unserer Pilgerschaft. Auf IHN zu flieht die ungeheuerliche Flucht aller Kreatur durch alle Zeiten, durch alle Veränderung und allen Wechsel. Muss sich da nicht auch unser armes Herz aufmachen, um IHN zu suchen?

Siehe, die Drei Weisen haben sich aufgemacht. Denn ihr Herz ist zu Gott gepilgert, als ihre Füsse nach Bethlehem liefen. Sie suchten ihn, aber ER führte sie schon, da sie ihn suchten! Sie sind solche, die nach dem Heiland in Hunger und Durst suchten. Sie suchen IHN, am Himmel und im Herzen. Dann sehen sie den Stern seltsam am Himmel emporsteigen. Und plötzlich, als sie ihre Heimat hinter sich haben, wird ihr Herz leicht. Sie gehen verschlungene Pfade, aber vor Gottes Augen ist es der gerade Weg zu IHM, weil sie Ihn in Treue suchen. So wandern sie weiter. Der Weg ist weit – die Füsse oft müde – das Herz wieder oft schwer und verdrossen. Ihr Herz aber hält durch, sie wissen selber nicht, woher der Mut und die Kraft kommen, um weiterzugehen, dem Stern entgegen. Ihr Herz lässt sich nicht verschüchtern.

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