Von Melanie G. Host

Die langen Wintermonate mit ihren kurzen und oft auch trüben Tagen drücken vielen Menschen aufs Gemüt. Auch hier findet sich in der Natur Abhilfe. Im Folgenden stelle ich Ihnen nun ein paar stimmungsaufhellende Pflanzen vor.

Johanniskraut

Das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) wird schon seit der Antike als Heilpflanze benutzt. Im Mittelalter hat man herausgefunden, dass das Johanniskraut auch bei «Melancholie» (so wurden Depressionen einst genannt) wirksam Abhilfe schafft.

Damit das Johanniskraut wirken kann, sind neben ausreichenden Mengen des Johanniskraut-Extraktes ebenfalls bestimmte Mindestmengen der enthaltenen Wirkstoffe (Hypercinine, Flavonoide, Hyperforine und Xanthine) nötig, weshalb es wichtig ist, nur das Echte Johanniskraut (es gibt hierzulande rund 16 Arten) einzunehmen. Man kann entweder auf fertige Präparate zurückgreifen oder – wenn man kundig genug ist – das Kraut im Sommer sammeln und Tees sowie Tinkturen daraus herstellen.

Zitronenmelisse

Auch wenn die intensiv duftende Zitronenmelisse zunächst wegen ihrer beruhigenden und entspannenden Eigenschaften bekannt ist, hat sie gleichzeitig eine stimmungsaufhellende Wirkung, die bereits die hl. Hildegard von Bingen lobte. Sie schreibt: «…Man lacht gern, wenn man sie isst, da sie das Herz freudig kriegt.»

Seit dem 16. Jahrhundert gilt die Pflanze als «Geistesbeschleuniger». Man weiss mittlerweile, dass sie im Gehirn den Neurotransmitter Acetylcholin aktiviert, der u.a. für Muskelkontraktion, Lernen, Gedächtnis und Aufmerksamkeit zuständig ist. Viele der gängigen Alzheimer-Medikamente, die den Verlust geistiger Fähigkeiten zumindest verzögern können, enthalten Stoffe, die das Enzym hemmen, welches für den Abbau von Acetylcholin benötigt wird, sodass die Wirkungsdauer von Acetylcholin verlängert wird.

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