Von Melanie G. Host

Um die Reinigungsfunktion der Nieren zu unterstützen, ist es sinnvoll, viel zu trinken sowie harntreibende Kräuter einzunehmen. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen einige dazu geeignete Heilpflanzen vorstellen.

Goldrute
Sie ist eine der wichtigsten Heilpflanzen in der Behandlung von Erkrankungen des Urogenitaltrakts und wird vor allem bei mässigen Blasen- und Nierenbeschwerden, kleinen Nierensteinen und chronischer Nierenentzündung verabreicht. Vor allem die darin enthaltenen Flavonoide und Saponine können die Nierenleistung steigern und haben eine schmerzlindernde und harntreibende Wirkung. Die Goldrute wird vor allem als Tee, aber auch in Kapselform oder als Tinktur eingesetzt.

Brennnessel
Sie wird in der Naturheilkunde vor allem zur Anregung des Stoffwechsels sowie bei Harnwegsentzündungen und Nierengriess verwendet. Auch bei Reizblase hat sich die Brennnessel als wirksam erwiesen. Da sie praktisch überall zu finden ist, kann man problemlos einen Tee dar­aus zubereiten, den man kurmässig trinkt.

Ackerschachtelhalm (Zinnkraut)
Er spült schädliche Stoffe aus dem Körper und wirkt stark harntreibend. Dank seiner antioxidativen Eigenschaften bietet er viele gesundheitliche Vorteile. Die üblichen Darreichungsformen sind Tees, Presssäfte und Pulver. Für eine bessere Reinigung der Nieren eine Woche lang 2 bis 3 Tassen Schachtelhalmtee trinken.

Birke
Auch ein Tee aus Birkenblättern wirkt stark harntreibend, sodass er gut bei Blasenproblemen, Rheuma, Gicht und anderen Stoffwechsel­erkrankungen hilft. Wenn man über mehrere Wochen hinweg täglich drei Tassen Birkenblättertee trinkt, können sich Nierensteine manchmal komplett auflösen.

Hauhechel
Hauhechelwurzeln werden schon seit der Antike verabreicht. Die Heilpflanze ist heute Bestandteil vieler gängiger Blasen- und Nierentees, da sie sowohl eine harntreibende als auch leicht entzündungshemmende Wirkung besitzt.

Oft findet man bei den handelsüblichen Blasentees eine Kombination aus Goldrute, Brennnessel, Hauhechel oder Ackerschachtelhalm.

Cave:
Symptome wie Flankenschmerzen, Rücken­schmerzen oder Blut im Urin müssen in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden, und vor der Einnahme von diuretischen Heilpflanzen sollte sichergestellt sein, dass keine Herz­erkrankungen oder Nierenfunktionsstörungen vorliegen.

Brennnesseltee

Etwa zwei Teelöffel Brennnessel­blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergiessen und acht bis zehn Minuten ziehen lassen. Pro Tag zwei bis vier Tassen Tee in kleinen Schlucken trinken. Nach sechs Wochen Anwendung sollte eine Pause von etwa zwei bis drei Wochen eingelegt werden.