Von Generalvikar Andreas M. Fuchs

Seit den ersten Zeiten verehrt die Kirche die Muttergottes. In Fatima hat Maria gewünscht, dass sich die Menschen ihrem Unbefleckten Herzen weihen. Warum eigentlich? Viele Menschen meinen, heute sei das nicht mehr nötig.

Biblische Grundlage der Marienverehrung

Schauen wir in der Heiligen Schrift nach, wird bald klar, dass die Marienverehrung ein solides biblisches Fundament hat.

Der Erzengel Gabriel grüsst sie als «voll der Gnade» (Lk 1,28). Elisabet preist sie, erfüllt vom Heiligen Geist: «Du bist gebenedeit unter den Frauen» (Lk 1,42). Im Magnificat singt die Muttergottes: «Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter» (Lk 1,48). Wer also Maria verehrt, sie lobt und seligpreist, der tut nichts anderes, als was die Bibel sagt.

Die drei ersten und grössten Marienverehrer sind Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der himmlische Vater sendet den Erzengel Gabriel, um Maria die Botschaft zu bringen, damit sie die Mutter des Sohnes Gottes wird. Der Sohn nimmt die menschliche Natur durch die Jungfrau Maria an, und ist ihr und dem heiligen Josef gehorsam (Lk 2,51). Er selber sagt: «Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt» (Joh 13,15). Wenn diese Worte auch in einem anderen Zusammenhang gesprochen wurden, können sie dennoch auch auf die Verehrung Mariens angewandt werden. Der Heilige Geist überschattet die Muttergottes bei der Verkündigung. An Pfingsten kommt er auf die mit Maria betenden Apostel herab.

Die Verehrung Mariens in der Kirche

Von der ersten Stunde an verehrt die Kirche die Muttergottes. Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt: «Schon seit ältester Zeit wird die selige Jungfrau unter dem Titel der ‹Gottesgebärerin› verehrt, unter deren Schutz die Gläubigen in allen Gefahren und Nöten bittend Zuflucht nehmen. … Dieser Kult, wie er immer in der Kirche bestand, ist zwar durchaus einzigartig, unterscheidet sich aber wesentlich vom Kult der Anbetung, der dem Mensch gewordenen Wort gleich wie dem Vater und dem Heiligen Geist dargebracht wird, und er fördert diesen gar sehr» («LG», 66).

Warum soll ich mich der Muttergottes weihen?

Im «Goldenen Buch» nennt der hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort acht Gründe, warum wir uns Maria weihen sollen. Mehr dazu erfahren Sie in der neusten Ausgabe des Sonntagsblatts.