Von Melanie G. Host

Der Sanddorn (Hippophae rhamnoides) stammt ursprünglich aus Asien, doch seit mehreren tausend Jahren ist er auch im europäischen Raum anzutreffen. Er kann Wuchshöhen von bis zu 5 Metern erreichen, und seine mehrere Meter langen Pfahlwurzeln verleihen ihm einen festen Stand auf Dünen oder an Hängen. Der Strauch bevorzugt sonnige, nährstoffreiche Sand- und Kiesböden. Die orangefarbenen Beeren können ab August geerntet werden.

Inhaltsstoffe
Beta-Carotin, Beta-Sitosterol, Flavonoide, Gerbstoffe, Mineralstoffe (Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium, Phosphor), Öle, Provitamin A, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin E sowie ungesättigte Fettsäuren wie Linol- und Palmitoleinsäure, die dem körpereigenen Lipiden sehr ähnlich sind, schützen das Herz und sorgen für eine optimale Aufnahme der fettlöslichen Vitamine. In vielen Kulturen wird Sanddorn schon seit Jahrhunderten zu Heilzwecken genutzt. In der tibetischen und der Traditionellen Chinesischen Medizin ist er eine geschätzte Heilpflanze bei Hautbeschwerden wie Neurodermitis und Tumoren. Im Mittelalter hat man ihn in unse-ren Breiten zum Stillen von Blutungen und als Mittel gegen Seekrankheit eingesetzt.

Sanddorn-Tee

Bei Magenerkrankungen, Kreislaufstörungen, Erkältung oder Frühjahrsmüdigkeit. 1 EL frische oder getrocknete Beeren mit 250 ml Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und bei geschlossenem Deckel zehn Minuten ziehen lassen, danach abseihen.