Von Melanie G. Host

Cordyceps sinensis, auch «Raupenpilz» genannt, ist ein Heilpilz, der seinen Ursprung in China hat und sowohl dort als auch in anderen asiatischen Ländern schon seit vielen hundert Jahren gegen verschiedenste Leiden – auch vorbeugend – eingesetzt wird.

Er ist meist bräunlich bis orangefarben und hat die Form einer kleinen Keule, wobei die Wuchshöhe bis zu 13 cm betragen kann.

Cordyceps sinensis gehört zu den Endoparasiten, d. h. er befällt andere lebende Organismen, in dem Fall vorzugsweise die Raupe einer bestimmten Nachtfalterart, des Grossen Hopfen-Wurzelbohrers. Die Pilzsporen dringen in die unter der Erde lebende Raupe ein und entwickeln in ihr ein Myzel, was den Tod der Raupe zur Folge hat.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Zu den wichtigsten Wirkstoffen zählen Cordycepin, Nukleotide Poly-saccharide, Sterole, D-Mannitol, Fettsäuren, mehrere Aminosäuren sowie Zink, Mangan, Magnesium.

Tinktur

Cordyceps-Pulver im Verhältnis 1:5 mit 50%igem Alkohol. Das Pulver über Nacht in kaltem Wasser stehenlassen, dann am nächsten Morgen die Mischung zum Kochen bringen, den Alkohol hinzufügen und mehrere Wochen ziehen lassen, damit die Polysaccharide aus der Wurzel her-ausgezogen werden. Durch einen Kaffeefilter geben und in dunkle Gefässe abfüllen.