Von Melanie G. Host

Süssholz

Das stark antiviral wirkende echte Süssholz (glycyrrhiza glabra), gemein-hin auch als Lakritz bekannt, wirkt besonders gut im Zusammenspiel mit anderen Heilpflanzen.

Die mehrjährige krautige Pflanze, die bis zu 180 cm hoch werden kann, gehört – ebenso wie Erbsen, Bohnen oder auch der Rotklee – zur grossen Familie der Hülsenfrüchtler und kennt aktuell etwa 20 Arten. Verbreitet ist sie in Europa, Asien, dem amerikanischen Kontinent, Nordafrika und Australien.

Die für diese Pflanzenfamilie typischen Schmetterlingsblüten erscheinen zwischen August und Oktober. Als Standort bevorzugt das Süssholz nährstoffreiche, lehmhaltige Böden.

Inhaltsstoffe und Heilwirkung

Mittlerweile hat man Hunderte Wirkstoffe isolieren können, wobei vor allem Glycyrrhizin, Glabrin A und B, Isoflavone, Cumarine, Triterpene und Saponine zu erwähnen wären.

Erste Aufzeichnungen von seinem Einsatz als Heilpflanze findet man bereits in der Antike bei dem römischen Arzt Dioskurides sowie dem griechischen Naturforscher Theophrastos von Eresos.

Tinktur

Getrocknete Wurzel und Flüssigkeit (50 % Alkohol + 50 % Wasser) im Verhältnis 1:5 ansetzen. Falls Sie nur hartes Wasser zur Verfügung haben, empfiehlt es sich, einen TL Essig hinzuzugeben.
3 Wochen in einer dunklen Flasche ziehen lassen und gelegentlich schütteln.
Abseihen und in dunklen Tropfflaschen lagern.