Von Melanie G. Host

Isatis, zu Deutsch Färberwaid genannt, zählt zur Familie der Kreuzblütler und stammt ursprünglich aus Westasien. Schon im Altertum wurde die Pflanze in Europa angebaut und als Färberpflanze zur Gewinnung von Indigoblau genutzt. Der Färberwaid wird zwischen 50 und 150 cm hoch, und sein Stiel mit gelben Blüten hat Ähnlichkeit mit aussamendem Brokkoli. Er bevorzugt halbtrockene, alkalische Böden und wächst invasiv, denn seine Samen produzieren chemische Stoffe, die andere Pflanzen verdrängen.

Inhaltsstoffe und Heilwirkung

Bislang konnte man über 100 flüchtige und nicht flüchtige Inhaltsstoffe in den Isatis Blättern nachweisen, darunter Alkaloide, Flavonoide, Indikan, Isatin, Salicylsäure, Benzoesäure, Alpha- und Gamma-Linolensäure, Glucobrassicin u.v.m..

Tinktur

150 g getrocknete und gemahlene Wurzel und 300 g getrocknete und zerkleinerte Blätter in 1’700 ml Wasser
30 Minuten köcheln (bei hartem Wasser 1 TL Essig hinzugeben) und abkühlen lassen.

560 ml Alkohol hinzugeben, in eine grosse Glasflasche füllen, verschlossen 2 Wochen ziehen lassen und gelegentlich schütteln.
Abseihen und in dunklen Flaschen lagern.
Im Akutfall 1 TL bis zu 10 Mal täglich, zur Vorbeugung 30 Tropfen bis zu 6 Mal täglich einnehmen.