Alois Juchli, Freidorf –

Frauenpriestertum und Geschlechtergerechtigkeit: Der ganze Artikel zielt auf das Frauenpriestertum. Das Sakrament der Priesterweihe ist aber keine Frage von Gerechtigkeit. Mann und Frau haben die gleiche Würde, aber nach dem Heilsplan Gottes verschiedene Aufgaben. Die Genderideologie will diese Einsicht einebnen. Es geht bei der Erwählung von Männern auch nicht um die Kategorien von Würde, Wert oder theologische Qualifikation. Das Priestertum ist die sakramentale Entsprechung des Priestertums Christi vor der Gründung der Kirche. Und weil Christus ein Mann war, und die Binde- und Lösegewalt einem Mann anvertraut hat, fühlt sich die Katholische Kirche diesem Willen Christi verpflichtet. Jesus wählt immer konkret. Er wählte aus den Jüngern zwölf Apostel, diejenigen die er wollte. Er wählte diese nicht um Jüngerinnen zu diskriminieren. Wer zu wissen meint, dass heute Jesus auch Frauen zum Priestertum berufen würde, traut sich etwas zu viel zu. Zu den Forderungen des Katholischen Frauenbundes gehört auch die Abschaffung des Pflichtzölibats. Man bedenke aber: „(Mt 19,12) Es gibt Ehelose, die sich um des Himmelreiches willen zur Ehelosigkeit entschlossen haben“. Das ist kein Zwang, sondern eine Berufung der Einladung Christi zu entsprechen.

Ein grotesker Unsinn ist die Aussage: “Wir Kirchenfrauen wollen aus dem Sumpf der katholischen Kirche waten. Aus einem Sumpf von sexuellem Missbrauch und Ungleichbehandlung der Geschlechter“. Sexueller Missbrauch liegt in der Verantwortung eines Individuums. Die vermeintliche Ungleichbehandlung der Geschlechter ist Resultat feministischer Genderideologie.