Von Melanie G. Host

In den nächsten SKS-Ausgaben möchte ich Ihnen einige Heilpflanzen vorstellen, die sich als wirksam gegen Viren gezeigt haben. Ebenso wie die bereits vorgestellten pflanzlichen Antibiotika, sind diese leicht anzuwenden und ggf. selbst herzustellen.


Baikal-Helmkraut

Das Baikal-Helmkraut (Scutellaria baicalensis) ist eine Pflanze aus der Familie der Lippenblütler und ist besonders in China, Japan, Korea, der Mongolei und Russland verbreitet. In den USA kultiviert man es gerne als Gartenkraut.

Die mehrjährige Pflanze erreicht Wuchshöhen von bis zu 30 cm und blüht im August.
Ihr Name leitet sich von der helmartigen Form der Blüten ab.

Die grösste Heilwirkung entfalten im Frühjahr geerntete, frisch getrocknete Wurzeln.

Inhaltsstoffe und Heilwirkung

Bislang hat man über 295 verschiedene Komponenten im Baikal-Helmkraut nachweisen können, wobei Baicalin, Baicalein, Wogonosid und Scutellarin zu den wichtigsten gehören.

Diesen verschiedeneb Extrakten wird u.a. eine antivirale, antibakterielle, antibiotische, antiinflammatorische, antioxidative, antiallergene, antikarzinogene, krampflösende, fiebersenkende, Blutungen stillende, beruhigende, angstlösende, blutdruck- und cholesterinspiegelsenkende Wirkung nachgesagt. [Eskin, Tamir, 2005]

Baikal-Helmkraut hat in Versuchen ein grosses antivirales Spektrum gezeigt. Man hat herausgefunden, dass es in der Lage ist, die Replikation (Vervielfältigung) von Viren einzudämmen. Zudem stimuliert es die Immunabwehr bei Virusinfektionen und hemmt die Virusfreisetzung aus infizierten Zellen.

Tinktur

Rezept für eine Tinktur:


Getrocknete und zermahlene Wurzel im Verhältnis 1:5 mit hochprozentigem Alkohol ansetzen und 3 Wochen ziehen lassen, danach abseihen und in dunklen Gefässen lagern.
¼ bis ½ TL dreimal täglich einnehmen, im Akutfall verdoppeln Sie die Dosis.

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