Von Melanie G. Host

X wie Xanthoxylum

Auch wenn Xanthoxylum (Gelbholzbaum) nicht primär als antibiotische Pflanze gilt, hat er dennoch antiseptische Eigenschaften, weshalb ich ihn hier vorstellen möchte.

Dieser Vertreter aus der Familie der Rautengewächse war ursprünglich in Nordamerika und Asien beheimatet, doch wird er mittlerweile auch in einigen Regionen Europas angebaut. Die winterharten Bäume erreichen eine Wuchshöhe zwischen 3,5 und 4,5 Metern.

Inhaltsstoffe und Heilwirkung

Zu den wichtigsten Wirkstoffen zählen: Xanthotoxin, Gerbstoff, Harz, Psoralen, Chelerythrin, ätherische Öle und weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Verwendet werden sowohl die Rinde als auch die schwarzen Samen. Letztere wirken anregend, menstruationsfördernd, antiseptisch und krampflösend.

In seinem Heimatland Amerika wird der Gelbholzbaum gerne in der Naturheilkunde eingesetzt. Die Behandlungsfelder erstrecken sich von chronisch rheumatischen Beschwerden, Lumbago (Hexenschuss), Hautbeschwerden sowie Geschlechtskrankheiten wie die Syphilis. Bei Letzterer kommt dann die antiseptische Wirkung zum Einsatz, da es wohl in der Alternativmedizin Heilerfolge bei der Behandlung von Treponema pallidum, dem Syphiliserreger, gegeben hat. Seine antiseptische Wirkung macht sich auch die Dermatologie zunutze. Alle Arten entzündlicher Hautveränderungen, einschliesslich Geschwüre, können mit Xanthoxylum behandelt werden. Als unterstützendes Mittel bei Gelenkerkrankungen, die durch Rheuma oder Arthritis verursacht wurden, hat sich der Baum als erfolgsversprechend erwiesen. In der alternativen Medizin ist die Pflanze auch besonders als Frauen-Heilmittel geschätzt.rten.

Tinktur

Xanthoxylum-Tinktur

Rinde/Beeren im Verhältnis 1:5 mit 65%igem Alkohol ansetzen und 3 Wochen ziehen lassen.

10 – 30 Tropfen bis zu drei Mal täglich.

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