Von Melanie G. Host

V wie Veilchen

Das wissenschaftlich als Viola odorata bezeichnete Veilchen ist eine Pflanze aus der Familie der Veilchengewächse, zu denen auch das wilde Stiefmütterchen gehört.

Es ist eine artenreiche Gattung, die es in verschiedenen Farben, Grössen und Ausführungen gibt. Bekannt sind bei den Blüten die Farben Violett und Weiss. Die Blütezeit ist schon im März, weshalb das wohlriechende Veilchen zu den ersten Boten des Frühlings zählt.

Ursprünglich war es im Mittelmeergebiet sowie in den atlantischen Randgebieten Europas beheimatet, von wo aus es sich ausbreitete. Als Gartenpflanze ist das Veilchen mittlerweile auf allen Erdteilen verbreitet, wobei es Hecken, Zäune, schattige Wiesen und Waldränder als Standort bevorzugt. Verwendet werden die dunklen Blüten, die von März bis April ohne Kelch gepflückt und vorsichtig im Dunkeln getrocknet werden. Die Veilchenblätter und der Wurzelstock werden ebenfalls in der Volksheilkunde verwendet.

Wegen des besonders wohlriechenden und beruhigenden Dufts wurde die Pflanze schon von den Griechen und Ägyptern zu verschiedenen Ritualen genutzt.

Tinktur

Rezept zur Herstellung einer Tinktur

Tinktur Frische Pflanze in der Blüte im Verhältnis 1:2 mit Alkohol ansetzen. 1–2 TL bis zu zwei Mal täglich einnehmen. Veilchen bei Husten und Keuchhusten nach Madaus (1938): 2 Teelöffel voll mit 2 Glas Wasser kalt ansetzen, 8 Stunden ziehen lassen und tagsüber trinken.

Sirup Aus den Blüten kann Veilchensirup zubereitet werden, indem man eine Handvoll Blüten in Zucker oder Honig mit heissem Wasser einkocht. Mit Honig vermischt wirkt Veilchentee schleimlösend.