Von Dr. phil. Martha von Jesensky

Zur Erinnerung:

Wie ich in der Einleitung zu dieser Serie erörtert habe, die Folge des Ungehorsams unserer Ureltern war, dass der Glaube an Gott bei vielen ihrer Nachkommen verdunkelt wurde. Sie äussert sich im Wesentlichen darin, dass man zwar die Erkenntnis von Gut und Böse hat, aber bei der Suche nach der Wahrheit sich nicht an Gott orientiert. Doch die Arbeit des Denkens bei der Suche nach der Wahrheit ist, wie Augustinus sagt, immer eine Arbeit an der absoluten, reinen, göttlichen, geoffenbarten Wahrheit, die unabhängig von unseren selbstkonstruierten «Wahrheiten» existiert. Die christlichen Mystiker und Heiligen haben das erkannt. Darum waren sie bestrebt, sich von dem «Baum des Lebens», Christus, zu ernähren.

Der Virus des Bösen

Unser Gewissen funktioniert, wenn es nicht verschüttet ist, wie ein hochsensibles Alarmsystem, dessen Programmierung bereits in der Kindheit beginnt. Es ist auf das Gute fokussiert, es ist die Stimme Gottes. Wird die Schulung dieses inneren «Mahners » vernachlässigt oder in späteren Jahren bewusst abgeblockt, kann es passieren (und es passiert auch oft!), dass wir Beute unserer angeborenen Sünden werden. Es handelt sich dabei um reflexartige «Ausbrüche» unserer seit Adam und Eva infizierten bösen Neigungen. Der «Virus» des Bösen kann verschiedene Formen annehmen, er ist raffiniert und wandlungsfähig. Sein Katalog ist lang: Neid, Eifersucht, Hass, Rache, Täuschung, Heuchelei, Unzucht, usw..

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