Von Melanie G. Host

T wie Taigawurzel

Die Taigawurzel (Eleuterococcus) gehört – wie auch der Efeu – zur Familie der Araliengewächse und zählt über 30 Arten.

In der Naturheilkunde wird primär die Borstige Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus) verwendet, welche ursprünglich aus Sibirien stammt und heute in weiten Teilen des östlichen Russlands, sowie in Korea, Japan und Ostchina beheimatet ist. Sie erreicht Wuchshöhen bis zu 4,50 m und bevorzugt bewaldete Bergregionen. Die ausgewachsenen Stämme besitzen kleine Stacheln, weshalb die Pflanze auch als «Teufelsbusch» bezeichnet wird.

Am häufigsten wird die Wurzel benutzt, doch vor allem die Rinde enthält einen der Hauptwirkstoffe, weshalb Sie diese mitbenutzen sollten.

In unseren Breiten ist die als Sibirischer Ginseng bekannte Heilpflanze noch nicht so bekannt wie in anderen Ländern. In China werden ihre Wurzeln u.a. bei Bronchitis, Herzbeschwerden und Rheuma eingesetzt.

In Russland wird die hochkonzentrierte Taigawurzel-Tinktur zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Die Wurzeln enthalten vor allem Eleutheroside, Saponine, Cumarine, Rosmarinsäure u.a.

Tinktur

Rezept zur Herstellung einer Tinktur

Es gibt folgende Varianten:

1. Russische, hochkonzentrierte Tinktur: Verhältnis (Wurzel : Alkohol) 2:1, 1:1 oder 1:2.

2. Moderat konzentrierte Tinktur: 1:5

Die restlichen Herstellungsschritte gleichen denen aus meinen früheren Heilpflanzenartikeln.

Weitere Möglichkeiten zur Einnahme sind im Handel erhältliche, standardisierte Kapseln sowie selbst hergestellte Pulver aus zermahlener Wurzel und Rinde.