Von Melanie G. Host

P wie Pfeffer

Piper nigrum, der schwarze Pfeffer, stammt aus der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae) und gehört weltweit zu den bekanntesten Gewürzen, doch auch seine positiven Wirkungen auf die Gesundheit sollte man nicht unterschätzen.

Auf diese will ich in diesem Beitrag eingehen.

In Indien, wo er heimisch ist, wird der Pfeffer seit rund 4’000 Jahren als Heilmittel eingesetzt, doch auch in der westlichen Naturheilkunde ist er nicht unbekannt.

Die Wenigsten von Ihnen wissen sicher, dass Piper nigrum eine Kletterpflanze ist, die sich an Bäumen emporrankt und bis zu 10 Metern hoch werden kann.

Der bei uns gebräuchliche schwarze Pfeffer wird aus den grünen, unreifen Beeren gewonnen, die kurz in Wasser gekocht werden. Dadurch werden Enzyme frei, die für die Schwarzfärbung verantwortlich sind. Anschliessend werden die Körner einige Tage in der Sonne getrocknet, wodurch sie ihr faltiges Aussehen bekommen.

Bei weissem Pfeffer handelt es sich lediglich um die Samen ohne Haut und Fruchtfleisch, welche eine Woche in Wasser eingelegt wurden.

Inhaltsstoffe

Heute weiss man, dass Piper nigrum mindestens 200 verschiedene Wirkstoffe enthält, wovon Piperin (sein Gehalt beträgt beinahe 10 %) wohl der wichtigste sein dürfte.

Zusätzlich wirksame Stoffe sind z.B. Piperettin, Piperylin, Piperanin und Chavicin.

Heilwirkung

In-vitro-Studien mit mehreren der Wirkstoffe (ausser Piperin) zeigten antibakterielle Eigenschaften des Pfeffers insbesondere gegenüber Klebsiellen, Candida albicans oder MRSA («Krankenhauskeim»).

Tinktur

Pfeffertinktur:

Ein kleines Schraubglas mit den Pfefferkörnern ¾ füllen und mit hochprozentigem Alkohol aufgiessen.

2-3 Wochen an einem warmen Ort stehen lassen und durch einen Kaffeefilter abseihen.

Bei Kältegefühl oder Verdauungsbeschwerden haben Sie hiermit ein wirksames und leicht herzustellendes Mittel.