Er sprach wie einer, der Vollmacht hat, anders als die Schriftgelehrten

Von Prof. Dr. Joseph Schumacher

Er sprach wie einer, der Vollmacht hat, göttliche Vollmacht, er sprach anders als die Schriftgelehrten, und er handelte dementsprechend.

Dieser Jesus verkündete eine neue Lehre mit unerhört eindrucksvollen Worten, obwohl er, abgesehen von der Synagogenschule, keine besondere Schulbildung genossen und kein Studium gemacht hatte, wie die Pharisäer es gemacht hatten. Das verwirrte die führenden Leute damals, und sie nahmen Anstoss an ihm. Was sie ärgerte, das war seine Überlegenheit und ihre Unterlegenheit. Das einfache Volk, die Wohlwollenden, die Ehrlichen, die nicht Voreingenommenen, die nicht die Religion instrumentalisierten, um selber davon zu profitieren – wie viele sind das heute? Gott weiss es –, die Ehrlichen reagierten mit dankbarer Freude auf die Erfahrung der Vollmacht Jesu. Vielleicht erinnerten sie sich auch daran, dass einst Mose einen ganz grossen Propheten vorausverkündet hatte, und fragten sie sich, ob sich diese Vorhersage nicht in ihm erfüllt, ob Mose in seiner Voraussage nicht diesen gemeint habe. Immerhin war einer von ihnen kurze Zeit zuvor an ihn herangetreten mit der Frage: «Bist Du es, der da kommen soll» (Mt 11,3)? Wir wissen: In der Vollmacht, mit der Jesus auftritt, kommt seine Ewige Gottheit zum Durchbruch, wird das Geheimnis der Menschwerdung Gottes offenbar.

Jesu Vollmacht zeigt sich vor allem darin, dass er die Macht des Teufels und der bösen Geister zerstört, die ihrerseits «in der Fülle der Zeit» besonders heftig auf die Ankunft Gottes in diese Welt reagiert haben. Die Teufelsaustreibungen Jesu, die man heute gern aus dem Leben und Wirken Jesu eliminieren möchte, sind aufs Innigste mit der Geschichte Jesu verbunden. Immer wieder wird uns von ihnen in den Evangelien berichtet, an die fünfzig Mal insgesamt. Und unmissverständlich beauftragt Jesus seine Jünger, in seinem Namen die bösen Geister auszutreiben (Mt 10,8, Mk 16,17). Im Evangelium zum 4. Sonntag im Kirchenjahr erfahren wir, dass die erste öffentliche Machttat Jesu eine solche Teufelsaustreibung gewesen ist, womit er deutlich macht, dass er in erster Linie gekommen ist, um die Werke dessen zunichte zu machen, den er den «Fürsten dieser Welt» nennt (vgl. 1Joh 3,8).

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2019-01-04T10:07:18+00:00

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