Ich glaube an die Auferstehung des Leibes

Von Pfr. Dr. Eugen Daigeler

Über den Tod spricht man nicht. Vor allem nicht über den eigenen. Das ist ein Tabu. Wer eine barocke Kirche betritt, der wird inmitten der sinnenfreudigen Feier des Glaubens und des Lebens stets auch deutliche Hinweise auf die Vergänglichkeit des Menschen finden. Hinweise auf den Tod, das Gericht und die Ewigkeit. Oder denken wir an Lieder – geistliche Gesänge wie auch Volkslieder – häufig wurde in der letzten Strophe vom Aufbruch aus dieser geliebten Heimat, vom Loslassen dieser Welt gesungen. Ist dies wieder die alte Verdriesslichkeit, die so gerne als Vorurteil über uns Katholiken verbreitet wird? Oder ist es nicht vielmehr eine unerhörte Freiheit des Christgläubigen, die hier begegnet?

Was ich verschweige oder verdränge, macht mir erst Angst. Was ich aber beim Namen nennen kann, verliert etwas von seinem Schrecken. Vielleicht kann aber nur ein gläubiger Mensch den Tod beim Namen nennen. Jedenfalls deuten die Worte des Apostels Paulus in diese Richtung, wenn er im Ersten Thessalonicherbrief ein Zeugnis für den Auferstehungsglauben gibt, «damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben».

Wir leben in einer Welt, in der es Sterben und Tod gibt. Wir müssen sterben. «Der Tod gehört zum Leben», sagt man. Dabei ist es nicht leicht, das wirklich anzunehmen. Forscher experimentieren – auf Kosten des ungeborenen Lebens – mit Stammzellen; Pharmazeuten suchen nach neuen Medikamenten … Nicht nur dadurch breitet sich die stillschweigende Annahme aus, man könnte irgendwann Krankheit ganz aus dem Leben verdrängen, irgendwann dem eigenen Tod entrinnen. Das ist ein Irrglaube. Das wird es nie geben in dieser Welt.

Es muss also einen anderen Weg geben. Gläubige haben bereits im Volk Israel betend gefragt: Herr, Du bist doch ein Gott des Lebens, nicht des Todes, warum lässt Du uns dann zugrunde gehen? So keimt im Glauben Israels bereits Hoffnung auf. Gott hat mit seinem Volk einen Bund geschlossen, dann wird er doch die, die für den Glauben ihr Leben gegeben haben, nicht im Tod lassen. Ein beredtes Zeugnis für diese Hoffnung auf die Auferstehung der Toten hören wir am Allerseelentag aus dem Alten Testament, genauer aus dem Zweiten Makkabäerbuch. Im Blick auf jüdische Märtyrer wird hier von der Auferstehung gesprochen. Weiter wird gesagt, dass es gut und sinnvoll ist, für die Toten zu beten.

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2018-12-05T19:25:58+00:00

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