Von Prof. Dr. Josef Spindelböck

Als Christen leben wir in der Welt und doch sind wir nicht von der Welt (vgl. Joh 15,19). Wir führen unser Leben in den für alle Menschen geltenden sozialen und politischen Zusammenhängen; und doch hat uns Gottes Wort herausgerufen aus dieser Welt, sodass wir in Gott verankert sind und von seiner Liebe her diese Welt mitgestalten.

Ja, gewiss: Wir haben keine bleibende Stätte auf Erden, sondern erwarten die zukünftige Vollendung im Reiche Gottes. Und doch gilt es auch hier auf Erden sich einzusetzen für die Mitmenschen, für ihr Wohlergehen, ja für das Gemeinwohl insgesamt in unseren gesellschaftlichen und politischen Ordnungseinheiten.

Auf die Fangfrage der Pharisäer, ob es denn erlaubt sei, dem römischen Kaiser Steuer zu zahlen, antwortet Jesus mit einer Gegenfrage: Sie sollten ihm einen Denar zeigen und sagen, wessen Bild sie darauf eingeprägt fänden. Es ist nämlich das Bild des Kaisers! Und Jesus spricht: «So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört.»

Die rechte Unterscheidung ist also nötig: Gewiss sollen wir der irdischen Autorität gehorchen, aber innerhalb ihrer Grenzen. Dort, wo Unrechtes verlangt würde oder wo die politische Macht an die Stelle Gottes treten wolle, müssen sich Christen widersetzen. Gegenüber so manchen Anmassungen totalitärer Regime haben mutige Menschen bis in die Gegenwart ihren Glauben bezeugt und so Gott die Ehre gegeben.

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