Der Geist weht, wohin er will – wie nimmt man ihn wahr?

Von Dr. phil. Martha v. Jesensky

Jede Form von Unechtheit ist ein Hindernis für die Nachfolge Christi. Es ist gradliniger, wenn jemand, der sich seines Verhaftetseins im Materiellen, das heisst im Diesseits, bewusst ist, irgendwann dann aber zum Glauben kommt, und von nun an seine Handlungen hinterfragt im Sinne von: «Was bedeutet das für die Ewigkeit?» (hl. Aloysius), als wenn ein Christ den Unterschied zwischen Diesseits und Ewigkeit mit seinem falschen Idealismus vermischt. Er verkennt die wahre Proportion, das richtige Verhältnis von Ewigkeit und Diesseits.

Ein solches Verkennen äussert sich zum Beispiel darin, dass jemand beim Auftreten eines Problems die Konfrontation meidet, oder sich nicht um eine sachliche Aufklärung bemüht, sondern meint: Beten genügt. Gott werde ihm schon die richtige Lösung eingeben. In diesem Verhalten «überspringt » er seine Diesseitssituation (die Wirklichkeit) und ohne es zu wissen oder zu wollen, zieht er das Übernatürliche in seine Alltagsatmosphäre herab. Peter Ott (1940) sagt in diesem Zusammenhang: «Wir sollen vielmehr in ständigen sursum corda, in nie versiegender Sehnsucht, zu Gott emporblicken und aus dem Alltag mehr und mehr in die Welt Gottes hineinwachsen » (S. 319).

Es geht darum, sich des unermesslich grossen Abstandes, der uns von Gott trennt, bewusst zu werden – damit das Übernatürliche nicht durch Vermischung mit dem Profanen verfälscht wird. Ein solches Heranreifen an die Ewigkeit geschieht, wenn der Geist Gottes eine aufnahmebereite Seele findet, sie berührt und sie umgestaltet, auch wenn sie Ihn vorher verleugnet hat.

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2018-12-05T16:18:54+00:00

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