Berti Limoncelli – Liebe Schwester Florentina Camartin, kämpfen sie den guten Kampf: das heisst für und nicht gegen den Zölibat der Priester. Euer Priester hat sich jetzt entschieden für die Frau die er liebt. Wir wünschen ihm, dass ihm seine Entscheidung Zufriedenheit bringt. Ich kann verstehen, dass der Weg aus der Pfarrei eures Pfarrers den Kirchbürgern nicht gleichgültig ist, dass es manche bedauern.

Bei einer Befragung betreffend Zölibat haben sich 90 von 100 Kardinäle zum Beibehalten des Zölibates entschieden. Es ist ihnen bewusst, ihre Aufgabe ist nach Gottes Willen handeln und Opfer bringen für das Heil der Seelen der Menschen. Priester zu werden ist kein gewöhnlicher Beruf, sondern eine heilige Berufung. Das Wunder, das während der heiligen Wandlung geschieht, ist für jeden menschlichen Verstand nicht vollziehbar. Ohne Gebet und Opfer wird es kaum möglich sein, in seiner heiligen Berufung standhaft zu bleiben. In Afrika und Asien, wo die Gläubigen arm sind und viel beten, haben sie keinen Priestermangel. Es ist ein grosser Wunsch der Muttergottes, für die Priester und um Priester- und Ordensberufungen zu beten. In unserer Wohlstandsgesellschaft, wo viele Gläubige das Beten verlernt haben, glauben sie, wenn man den Zölibat auflöst und die Frauen an den Altar stellt sei das Problem gelöst. Man spürt, dass der böse Geist gewaltig am Werk ist. Beten wir um die christliche Erneuerung in Europa.