Von Melanie G. Host

H wie Honig

Streng genommen sollen in dieser Serie eigentlich Heilpflanzen vorgestellt werden, doch der Honig mit seinen hervorragenden antibiotischen Eigenschaften sollte hier nicht fehlen.

Gerade für die Behandlung von antibiotikaresistenten Haut- und Wundinfektionen ist Honig ein Mittel der Wahl. Hierfür kann jeder Wildblumenhonig verwendet werden. Es gilt als erwiesen, dass dieser viel wirksamer ist als landwirtschaftlich produzierte Massenware. Es scheint, dass auch sortenreiner Honig weniger wirksam ist. Doch auch hier gibt es Ausnahmen: Der australische Manuka-Honig, der durch seine hervorragenden antibakteriellen Eigenschaften auf sich aufmerksam gemacht hat.

Besonders in Grossbritannien hat man im letzten Jahrhundert viel über die antibakterielle Wirkung des Honigs geforscht und hat dabei auch sogenannten «Medihoney», einen medizinischen Honig, entwickelt. Diese teure Variante ist die einzige, die in der britischen Medizin verwendet werden darf. In den Niederlanden ist er unter dem Namen «Remavil» auf den Markt gekommen.

Wichtig ist jedoch vor allem, dass man beim Kauf auf biologischen Honig achtet, damit das Produkt von chemischen Produkten weitgehend frei ist. In der konventionellen Imkerei ergreift man ähnliche Massnahmen, wie sie bereits aus anderen konventionellen Tierzuchtbetrieben bekannt sind. Die Betriebe unterliegen nur wenigen gesetzlichen Verordnungen und werden auch nur selten kontrolliert.

Daher können auch in der Bienenzucht durchaus chemotherapeutische Medikamente zum Einsatz kommen. Zudem ist die künstliche Befruchtung der Königinnen erlaubt, und auch deren Flügel dürfen beschnitten werden. All diese Praktiken sind in der biologischen Bienenzucht verboten.

Tinktur

Anwendung äusserlich:
Bei Wunden und Verbrennungen: Honig dick auftragen und mit einem sterilen Wundverband bedecken. Den Verband ein- bis zweimal täglich wechseln.

Anwendung innerlich:
1 EL Honig stündlich oder 1 EL Honig im Tee 6–10 Mal täglich einnehmen.