Der Schutzengel und Pater Pio

Von Generalvikar Andreas M. Fuchs

Jeder von uns hat von Gott einen ganz persönlichen himmlischen Begleiter zur Seite gestellt bekommen, unseren Schutzengel. Dies ist kein frommes Märchen für Kinder, sondern eine wunderbare Glaubenswirklichkeit. Einige Heilige hatten eine ganz besondere Beziehung zu ihrem Schutzengel. So auch Pater Pio, dessen 50. Todestag wir am 23. September feiern. Am 20. September ist das 100-Jahr-Jubiläum seiner sichtbaren Wundmale.

Der Schutzengel übersetzt Briefe für Pater Pio

P. Agostino, einer der beiden geistlichen Begleiter von Pater Pio, schrieb manchmal auf Französisch oder Griechisch. Pater Pio hatte aber nie Französisch gelernt. Darum fragte ihn P. Agostino: «Wer hat dir Französisch beigebracht?». Er antwortete dann auch gleich selbst: «P. Pio kann weder Französisch noch Griechisch. Der Schutzengel erklärte ihm immer alles und er antwortete mir sinngemäss» (Briefesammlung I, Brief 62). P. Pio selber schweigt sich eher darüber aus. Doch einmal entschlüpft ihm der Satz: «Die himmlischen Personen hören nicht auf, mich zu besuchen und lassen mich die Trunkenheit der Seligen vorauskosten. Und wenn die Sendung unseres Schutzengels gross ist, dann ist jene meines Schutzengels gewiss noch grösser, weil er mir als Lehrer auch andere Sprachen erklären muss» (Briefe I, Br. 98).

«Streit» mit dem Schutzengel

Der Schutzengel stand Pater Pio auch im Kampf gegen den Teufel bei. Doch manchmal liess es Gott zu, dass der Schutzengel nicht sogleich eingreifen durfte. «Ich sage dir nicht, in welcher Weise diese Schurken mich verfolgen. In gewissen Augenblicken fühle ich mich, wie wenn ich sterben müsste. Am Samstag schien es mir, dass sie mir tatsächlich ein Ende setzen wollten, ich wusste nicht mehr, an welchen Heiligen ich mich wenden sollte; ich wende mich an meinen Schutzengel und nachdem er ein wenig auf sich warten liess, kam er endlich und sang mit seiner Engelsstimme Hymnen zur göttlichen Majestät. Es passierte eine dieser üblichen Szenen; ich beschimpfte ihn hart, weil er so lange auf sich warten liess, während ich hingegen nicht vergessen hatte, ihn zu rufen; um ihn zu strafen, wollte ich ihm nicht ins Angesicht schauen, wollte mich entfernen, wollte vor ihm flüchten; aber er, der Ärmste, holt mich beinahe weinend ein, packt mich, damit ich, indem ich meinen Blick erhebe, ihm ins Angesicht schaute und ihn ansah, wie er ganz traurig war. Und da: ‹ …Ich bin immer neben dir, mein geliebter Junge›, sagte er, ‹und ich bewege mich immer um dich mit jener Liebe, die deine Dankbarkeit gegenüber dem Geliebten deines Herzens hervorrief; diese meine Liebe für dich wird nie verlöschen, auch nicht mit dem Ende deines Lebens. Ich weiss, dass dein grosszügiges Herz stets für unseren gemeinsamen Geliebten schlägt. …

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2018-09-26T17:00:59+00:00

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