Von Pfr. Dr. Johannes Holdt

Jesus stellt das Kind in die Mitte. Ein Kind gibt er den Jüngern zum Vorbild. Auf das Kind sollen die Jünger schauen, am Kind sollen sie sich orientieren, vom Kind sollen sie lernen. Normalerweise ist es ja gerade umgekehrt. Da gibt man den Kleinen die Grossen zum Vorbild: So wie wir müsst ihrs machen, wie wir Erwachsene müsst ihr werden, von uns Grossen müsst ihr lernen. Nein, sagt der Herr, die Erwachsenen müssen von den Kindern lernen. – Die Grossen müssen werden wie die Kleinen, nicht die Kleinen wie die Grossen. Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, sagt er, könnt ihr nicht in das Reich Gottes kommen! (Mt 18,3). Jesus hat ein gutes, ein liebevolles Verhältnis zu den Kindern gehabt. Zwei Mal sind uns im Evangelium Begegnungen des Herrn mit Kindern überliefert, und jedes Mal wird berichtet, wie zärtlich er mit ihnen umgegangen ist, wie er sie in seine Arme genommen, geherzt hat.

Hat der Herr nicht Recht, dass er uns Grosse auf die Kleinen hinordnet? Wenn wir Erwachsene uns einmal ehrlich anschauen und unsere Erwachsenenwelt, unsere ganz…

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