Im Angesicht der Engel singe ich Dein Lob, o Gott

Von Prof. Dr. Joseph Schumacher

Auch wenn wir uns bemühen, aus dem Glauben zu leben, so besteht für uns doch stets die Gefahr, dass wir die Weite und den Reichtum der Offenbarung und des Glaubens aus dem Blick verlieren. Manchmal schieben wir auch Wahrheiten an den Rand unserer gläubigen Existenz, ohne es eigentlich zu wollen, zuweilen tun wir das aber auch bewusst. Zu den Wahrheiten, die wir allzu leicht verlieren oder die wir nicht mehr beachten, unbewusst oder bewusst, gehört auch die Wahrheit von den heiligen Engeln. Von alters her ist der September den Engeln geweiht. Darum werden wir nun unseren geistigen Blick auf die heiligen Engel und ihre Bedeutung für unser Leben richten.

Die geschaffene Welt ist grösser als jene, die wir erfahren. Im grossen Glaubensbekenntnis wird Gott als «der Schöpfer der sichtbaren und der unsichtbaren Dinge» gepriesen. Bevor Gott die sichtbare Welt geschaffen hat, hat er die Engel ins Dasein gerufen. Die Heilige Schrift verkündet uns klar die Botschaft von diesen Erstlingsgeschöpfen Gottes. Das haben sie mit uns gemeinsam, die Engel: dass sie Geschöpfe Gottes sind, dass sie in der Zeit geschaffen wurden, genauer gesagt: dass mit ihnen die Zeit geschaffen wurde. Nicht gemeinsam haben sie mit uns, dass sie rein geistiger Natur sind, dass es in ihnen nichts Materielles gibt. Wir haben teil an der Welt des Geistes durch unsere unsterbliche Geistseele, die wir, ein jeder von uns, direkt aus der Hand Gottes empfangen haben, damals, als wir unserer biologischen Existenz nach entstanden sind. Die Engel aber sind reine Geister, sie sind unabhängig von unserer materiellen Welt.

Die Engel sind so etwas wie der himmlische Hofstaat Gottes. Der selige Kardinal Newman, der grosse englische Konvertit des 19. Jahrhunderts († 1890), sagt in einer Predigt: «Erblicken wir, wie Gott der Allmächtige umgeben ist von seinen heiligen Engeln, von seinen tausendmal tausend dienenden Geistern und von den zehntausendmal zehntausend, die vor ihm stehen, dann steht uns der Gedanke an seine schauervolle Majestät viel mächtiger und eindrucksvoller vor Augen. Wir beginnen zu erkennen, wie klein wir sind, wie so armselig und wertlos in uns selbst, wie hoch dagegen Er ist und wie furchterregend ». Die Engel feiern die himmlische Liturgie des ewigen Gottes. Sie stehen im Dienst Gottes und sind seine Boten. «Sie sind unter uns», die Engel, «wenn auch unsichtbar, und dienen Gott immerfort mit Freuden, auf Erden wie im Himmel». Sie tragen unsere Gebete vor Gott. Sie beschützen uns an Leib und Seele, wenn wir uns dieser Sorge Gottes würdig erweisen. Endlich führen sie uns, wenn wir den Lauf unseres irdischen Lebens vollendet haben, vor das Antlitz Gottes, wenn Gott das Urteil über unser irdisches Leben spricht.

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2018-09-11T20:55:45+00:00

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