Die Sorge für die Kranken

Von Pfr. Dr. Johannes Holdt

«Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf. Sie salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie» (Mk 6,13). Was schon für das öffentliche Wirken Jesu kennzeichnend war, nämlich dass er sich in besonderer Weise zu den Kranken gesandt wusste und viele Kranke heilte, das setzt sich nun in der Sendung der Jünger fort. «Heilt die Kranken und sagt den Menschen: Das Reich Gottes ist euch nahe» (Lk 19,9). Dabei ist sowohl bei Christus wie auch bei den Aposteln eines festzustellen: Die wunderbaren Krankenheilungen sind nicht Selbstzweck; sondern sie dienen als Zeichen für das Reich Gottes, das in Christus angebrochen ist. Die Wunder wollen zum Glauben an Gott und Jesus führen; es geht um die Heilung des inneren Menschen, das umfassende Heil, nicht nur um die Behebung von Krankheitssymptomen. Wo das Wunder nicht zum Glauben führt, ist es umsonst geschehen. Deutlich wird das zum Beispiel bei der Heilung der zehn Aussätzigen (Lk 17,11–19). Nur einer von ihnen findet den Weg zurück zu Jesus, um ihm zu danken und Gott die Ehre zu geben. Bei den übrigen neun hat die wunderbare Heilung nicht zum Glauben geführt und hat damit ihren eigentlichen Zweck nicht erreicht.

Was ist nun aus dieser Hinwendung Christi und der Apostel zu den Kranken in göttlicher Vollmacht geworden? Wo lebt diese Sendung zu den Kranken heute in der Kirche fort? Man muss hier drei Dimensionen sehen:

Die Sorge für den kranken, leidenden, behinderten und alten Menschen ist jedem Christen als Werk der Barmherzigkeit aufgegeben. – «Ich war krank und ihr habt mich besucht. – Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan» (Mt 25,36.40). Ob wir uns den Kranken zuwenden oder aber ihnen den Rücken zukehren, daran entscheidet sich wesentlich unser Christsein. Und die Kirche als ganze muss in den verschiedenen Institutionen von Caritas und Diakonie das Liebesgebot des Herrn erfüllen. Die Diakonie ist darum – neben Liturgie und Verkündigung – eine der drei Grundvollzüge der Kirche.

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2018-08-20T00:06:22+00:00

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