Schon im Mutterschoss geheiligt

Von Prof. Dr. Josef Spindelböck

Hochfest der Geburt des hl. Johannes des Täufers

Es ist jedesmal etwas Grosses und Staunenswertes, wenn ein Kind empfangen und geboren wird. Durch die strahlend reinen Augen eines Kindes macht sich Gott uns kund. In jedem Kind, das ins Leben tritt – und das geschieht nicht erst bei der Geburt, sondern schon bei der Empfängnis – sagt Gott aufs Neue Ja zu uns Menschen und schenkt der Menschheit gleichsam einen neuen Anfang.

Dies gilt in besonderer Weise von jenem Kind, dessen Geburt wir heute feiern: Es ist der kleine Johannes, der später den Beinamen «der Täufer» erhalten wird, weil er machtvoll auftritt und als Zeichen der Umkehr zu Gott die Taufe der Busse spendet.

Die Eltern des Johannes – der Priester Zacharias und seine Frau Elisabet – konnten aus natürlichen Gründen keine Kinder bekommen. Diese Unfruchtbarkeit wurde im Alten Testament generell als Unglück empfunden, ja von manchen sogar als Strafe Gottes aufgefasst. Inzwischen war das Paar schon ins hohe Alter gekommen, und sie hatten sich mit dem Schicksal der Kinderlosigkeit abgefunden. Da aber erscheint dem Priester Zacharias ein Engel und offenbart ihm, dass seine Frau Elisabet demnächst ein Kind bekommen wird. Dessen Name soll sein: Johannes.

Vom Kind aber wird Grosses vorausgesagt: Im Geist und in der Kraft des Propheten Elija wird Johannes machtvoll auftreten und die Menschen aus dem Volk Israel zu Gott, ihrem Herrn, bekehren (vgl. Lk 1,17). Uns fallen dann besonders die Worte auf: «Schon im Mutterleib wird er vom Heiligen Geist erfüllt sein» (Lk 1,15c). Genau dies ist einzigartig und unerhört! Schon der ungeborene Johannes wird den Heiligen Geist empfangen. Gott wirkt sein Heil und seine Erlösung bei diesem Kind bereits im Mutterleib.

Wie aber ist diese Heiligung vor sich gegangen? Das Lukas-Evangelium gibt uns Auskunft: Die Jungfrau Maria, die selber ein Kind empfangen hat, nämlich Jesus, besucht ihre Verwandte Elisabet, eben die Frau des Zacharias. Zugleich mit den Müttern begegnen einander die Kinder! Als nämlich die Stimme des Grusses Marias an das Ohr der Elisabet tritt, bewegt sich vor Freude ihr Kind Johannes im Leib. Johannes jubelt über die Nähe des Messias – eben Jesus – und seiner Mutter Maria. In dieser einzigartigen Stunde wirkt Gott das Wunder der Heiligung des noch nicht geborenen Kindes Johannes. Die Gnade Christi, des Erlösers, strömt durch die Vermittlung der Mutter Jesu – Maria – und der Mutter des Johannes – Elisabet – über zu ebendiesem kleinen Johannes

Den vollständigen Artikel können Sie als Abonnent des SKS lesen.
2018-08-19T23:24:31+00:00

Datenschutz

Jeder Mensch hinterlässt Fussspuren. Im Internet heissen diese Spuren Cookies. Auf unserer Seite hinterlassen Sie nur die nötigsten Spuren. Erfahren Sie mehr darüber in unserer Datenschutzrichtlinien.

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.
  • Nur First-Party-Cookies zulassen:
    Nur Cookies von dieser Webseite.
  • Keine Cookies zulassen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, es sei denn, es handelt sich um technisch notwendige Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz. Impressum

Zurück