Von Melanie G. Host

D wie Damiana

Damiana (Turnera diffusa) ist eine Pflanze, die ursprünglich in Mittelund Zentralamerika beheimatet ist und zur Gattung der Safranmalven zählt. Die Ureinwohner Mexikos bedienten sich ihrer bei Beschwerden der Atemwege, nervöser Anspannung, Niedergeschlagenheit, aber auch sexuellen Störungen.

In der indianischen Medizin wurde die Pflanze zudem als Heilmittel bei Asthma geschätzt. Deutlich wird das an ihrem Maya-Namen «Mis kok», was «Asthmabesen» bedeutet. Der deutsche Name «Damiana» geht wahrscheinlich auf den heiligen Damian, den Schutzpatron der Apotheker, zurück. In Europa wird die Pflanze erst seit dem Jahr 1880 verwendet.

Aussehen und Vorkommen

Der stark duftende Damiana-Strauch wird bis zu 2 m hoch, meist jedoch erreicht er Wuchshöhen zwischen 30 und 60 cm. Er bildet kleine, verzahnte Blätter, deren Unterseite behaart ist. Die leuchtend gelben, fünfblättrigen Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Damiana bevorzugt heisse, felsige oder sandige Standorte und verträgt keine feuchten Böden.

Inhaltsstoffe

In den Blättern und Blüten der Pflanze finden sich u.a. Arbutin, ätherische Öle, Cineol, Bitterstoffe, Flavonoide und Gerbstoffe.

Tinktur

Damianablätter im Verhältnis 1:2 mit 38 %-igem Alkohol übergiessen und mindestens 2 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen. Abseihen und in dunklen Flaschen aufbewahren. 3 x täglich 15–20 Tropfen mit etwas Wasser verdünnt einnehmen.