Von Melanie G. Host

C wie Cryptolepis

Im Deutschen auch «Gelbfärberwurzel» genannt. Der Name stammt daher, da die Wurzeln der Pflanzen über lange Zeit als gelbes Färbemittel dienten. In verschiedenen afrikanischen Ländern hat man die zerstossenen Wurzeln zum Färben von Leder benutzt.

Die 20 bis 30 uns bekannten Cryptolepis- Arten wachsen in Afrika, Asien und Australien in Savannen, trockenen Wäldern oder an Flussufern und erreichen Höhenlagen bis 800 m. In diesem Beitrag wollen wir vor allem die antibiotisch wirksamste Art Cryptolepis sanguinolenta in den Blick nehmen, die hauptsächlich in Afrika vorkommt und mittlerweile für die Forschung sehr interessant geworden ist.

Wirkstoffe:

Als besonders wirksam hat sich Cryptolepin mit seinen verschiedenen Derivaten erwiesen. Zudem sind noch zahlreiche Alkaloide, Phenole, Saponine, Flavonoide und Glykoside in den Wurzeln und Blättern enthalten. Für medizinische Zwecke verwendet man im Allgemeinen die Wurzel, seltener auch die Blätter.

Tinktur

Im Verhältnis 1:5 (Wurzel/Alkohol) mit 60%-igem Alkohol ansetzen, 2–3 Wochen ziehen lassen und täglich gut durchschütteln. 20–40 Tropfen bis zu vier Mal täglich einnehmen.