Von Melanie G. Host

B wie Bidens pilosa

Deutsche Namen:
Behaarter Zweizahn;
Hahnenkamm; Frauenspiegel

Englische Namen:
beggarticks; needlegrass

Französische Namen:
cornuet; eupatoire aquatique

Der lateinische sowie der deutsche Name Zweizahn leiten sich von der Form der Samen ab, die eine zweizähnige Spitze besitzen. Die Gattung soll an die zweihundert Arten zählen, wobei der behaarte Zweizahn hauptsächlich im Mittelmeerraum anzutreffen ist. Ursprünglich stammt er aus Südamerika.

Die invasive, bis 80 cm hohe Pflanze, passt sich an verschiedenste Bodenverhältnisse an und gedeiht auf trockenem, lehmigem oder ausgelaugtem Untergrund und ist bis zu einer Höhe von 3’600 Metern anzutreffen. Lange Trockenzeiten, aber auch Frost scheinen ihr nichts anhaben zu können. In unseren Breiten findet sich eine andere Art derselben Gattung, der dreiteilige Zweizahn, welcher in der Volksheilkunde u.a. bei Rheuma und
Allergien verwendet wird. Die Eigenschaft von Bidens, toxisch auf andere Pflanzen zu wirken, hat ihm bisweilen sogar den Ruf eines Schädlings eingebracht. In vielen Kulturen der Welt wird der Zweizahn als Küchenkraut verwendet, doch ist bei seinem Verzehr Vorsicht geboten, da er die Eigenschaft hat, mit Schwermetallen belastete Böden zu entgiften. Studien haben gezeigt, dass sich Bidens gut zur Entgiftung von mit Cadmium oder Arsen belasteten Böden eignet, weshalb er nur an unbelasteten Standorten geerntet werden sollte.

Tinktur

Frischpflanze im Verhältnis 1:2 mit 95 % -igem Alkohol ansetzen, 2 Wochen lichtgeschützt lagern und täglich gut durchschütteln. 40 – 90 Tropfen bis zu viermal täglich.