MIR IST ALLE GEWALT GEGEBEN IM HIMMEL UND AUF ERDEN

Von Prof. Dr. Joseph schumacher

Drei Gedanken sind bestimmend im Evangelium der heiligen Messe zu Christi Himmelfahrt. Im Begriff, heimzukehren zum Vater, sagt der Auferstandene seinen Jüngern das stolze Wort „mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden“, verheisst er ihnen seine bleibende Gegenwart und sendet er sie in die Welt als seine Zeugen. Was ist damit gemeint? Und was bedeutet das für uns?

„Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden“: Wer kann das sagen? Welche Wirklichkeit steht dahinter, wenn Christus sich alle Macht im Himmel und auf Erden zuschreibt? Nichts anderes ist damit gesagt, als dass der am Kreuz Gestorbene und von den Toten Auferstandene der Sohn Gottes, ja, Gott selber ist.

Manchmal haben auch Menschen sehr viel Macht, Menschen von denen wir vielleicht abhängig sind, vor denen wir uns fürchten oder fürchten müssen. Sie sind mächtig, weil sie es verstehen, sich in einflussreiche Positionen zu drängen, weil sie keine Gewissensbisse haben und über Leichen gehen, weil sie reich sind oder weil sie von Gott mit Geistesgaben gesegnet sind. Die Macht hat ihre Faszination. Und die Mächtigen sind immer geneigt, sich an die Stelle Gottes zu setzen. Wir haben es erlebt, und wir erleben es, dass ganze Völker einzelnen Menschen zu Füssen liegen, den Tyrannen unserer Tage, um ihr Leben zu erhalten, um in den Genuss äusserer Vorteile zu kommen oder um ein wenig an der Macht der Tyrannen teilzuhaben.

Die Macht verdirbt die Menschen, sie schafft das Chaos, sie bringt grosses Leid über die Menschen, wenn sie nicht in Verantwortung verwaltet wird, wenn sie über den hinweggeht, dem alle Macht zukommt im Himmel und auf Erden. Alle menschliche Macht, die so oft angemasste Macht ist, verblasst jedoch vor der Macht dessen, der über den Himmel und über die Erde herrscht. Menschliche Macht ist, obwohl es manchmal nicht so scheint, immer begrenzt, und vor allem ist sie vergänglich. Spätestens im Tod wird jeder, auch der Mächtigste, entmachtet, aber dann ist es noch nicht zu Ende mit ihm, dann steht er vor dem, dem alle Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden. Das vergessen wir oft. Der Mensch muss
Rechenschaft ablegen über sein Leben, und auch über die Weise, wie er die Macht verwaltet hat. Und wehe ihm dann, wenn er die Macht nicht verantwortlich verwaltet hat.

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2018-08-19T22:08:02+00:00

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