Veilchen (viola odorata)

Das Veilchen (viola odorata) verkörpert Bescheidenheit,  Sittsamkeit und Demut – Tugenden, die man gewöhnlich der Gottesmutter Maria zuschreibt – und zählt zu den sogenannten Marienblumen. Im Volksmund wird es bisweilen auch Marienbräutli genannt. Der lateinische Name des Veilchens, „Viola odorata“, ist bzgl. der Gattungsbezeichnung vom griechischen „ion = Veilchen“ abgeleitet. Die bis zu 15 cm hohe, mehrjährige Pflanze blüht von März bis April, womit das wohlriechende Veilchen zu den ersten Boten des Frühlings zählt.

Ursprünglich war es im Mittelmeergebiet sowie in den atlantischen Randgebieten Europas beheimatet, von wo es sich ausbreitete. Als Gartenpflanze ist es mittlerweile auf allen Erdteilen verbreitet. Die Heilkraft des Veilchens war in der Antike sehr geschätzt, so z.B. bei Dioskurides (griech. Arzt im 1. Jh. n. Chr.), der es als breiige Auflage bei Gastritis und Mastdarmvorfall empfahl.

Bis ins Mittelalter besaß es einen hohen Stellenwert. Die hl. Hildegard von Bingen weist in ihren Schriften noch auf die gute Wirkung des Veilchens bei „Feurigen Augen“, „Dreitägigem Fieber“, Sehstörungen und Augentrübungen hin. Anschließend geriet das wohlriechende Veilchen jedoch mehr oder weniger in Vergessenheit. Erst im 19. Jh. wurde es durch Pfarrer Sebastian Kneipp wieder populär. Dieser empfahl die Pflanze bei Husten und anderen Erkrankungen des Respirationstrakts. Sowohl die Wurzel als auch das Kraut enthalten Saponine (pflanzliche Stoffe mit seifenähnlicher Wirkung). Hoch ist der Gehalt an Vitamin C, 254 mg% in den frischen Blätter und 1357 mg% berechnet auf die Trockensubstanz. In der Wurzel kommt zudem das sogenannte Gaultherin vor, welches zu den Salicylsäurezuckern zählt. Die Blüten des Veilchens enthalten neben Salicylsäurekomponenten, Schleimstoffen und ätherischem Öl noch Flavonoide.

Aufgrund der Saponine besitzt das Veilchen eine schleimlösende, auswurffördernde sowie antimikrobielle Wirkung.

Veilchenwurzel ist ein brauchbares Mittel zum Abhusten und wird bei chronischer Bronchitis o.ä. am besten in Teeform eingenommen. Sie hat zudem einen lindernden Effekt auf Halsentzündungen. Das Kraut weist in etwa die dieselbe Wirkung auf.

Bei innerer Anwendung hat die Pflanze in Form von Tee aus Kraut und Blüten eine blutreinigende Wirkung. Der Duft der Blüten ist beruhigen und schlaffördernd.

Den vollständigen Artikel finden Sie im SKS.

2018-08-20T20:40:17+00:00

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