Die Sozialverkündigung der Kirche

Von Dr. Christian Machek  – Mit diesen ersten Betrachtungen über das Prinzip der Gerechtigkeit wollen wir eine kleine Serie über die christliche Sozialverkündigung beginnen. Eine Quelle der katholischen Sozialverkündigung ist neben der Offenbarung das so genannte Naturrecht. Über dieses Naturrecht wollen wir im folgenden Beitrag Betrachtungen anstellen.

 Sozialverkündigung der Kirche? Welche Relevanz hat denn das Soziale und somit auch das Politische, das Weltliche überhaupt, für einen Christen? Sind sie auch heilsrelevant? Ist das Wort des Apostels Paulus einem Christen nicht eine ständige Mahnung: „Passt euch nicht dieser Welt an!“ (Röm 12,2)? Es gilt den Begriff „Welt“ zu differenzieren. Wir sind als Christen nicht Kinder von dieser Welt, leben als Kinder Gottes jedoch in dieser Welt. Wir gehen nicht den Weg der Heiden in ihrer Welt, doch leben wir als Christen und Menschen stets in dieser Welt – und diese verdient mit allen ihren weltlichen Problemen ernst genommen zu werden. Unser Heiland hat leibhaftig auf Erden gelebt, was uns daran erinnert, dass die Dimension des Weltlichen zum Christlichen gehört. Unsere Seele, die sich auf Gott und den Himmel ausstreckt, könnte in diesem Leben nicht ohne Körper bestehen. Körper und Seele sind übrigens auch eine von der Kirche gelehrte Analogie auf Staat und Kirche. Entsprechend den Problemen und Erfordernissen der Welt und der jeweiligen Zeit hat das Lehramt eine eigene Sozialverkündigung entfaltet, die wissenschaftlich als Soziallehre reflektiert wurde, somit Teil eines Theologiestudiums ist.

Wenn wir von einer christlichen Sozialverkündigung reden, dann muss sich diese zunächst auf die Gebote Gottes, insbesondere auf den Dekalog beziehen. Diese sind der unabkömmliche, zu gehende Weg zur Heiligkeit. „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden“, bekennen wir im Vaterunser. Ferner sind in der Goldenen Regel, im Doppelgebot der Liebe und in der Bergpredigt die Grundlagen für die sozialen Aufgaben der Christen und damit für die Zuständigkeiten des kirchlichen Lehramts im gesellschaftlichen Bereich gegeben. Zentral steht ferner ein Wort des Heilands: „Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen, dann wird euch alles andere dazugegeben“ (Mt 6, 33). Seine Gerechtigkeit zu suchen, zu finden und zu leben ist nicht nur ein Weg, sondern eben der unabkömmliche Weg zum Heil, denn nach unseren Taten werden wir auch gerichtet werden, daher gilt auch: „Der Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit jage nach.“ (Dtn, 16, 20).

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2018-08-20T20:57:55+00:00

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