Ein Deutscher und ein Spanier verändern die Welt

Oder: wie Erneuerung der Kirche tatsächlich gelingen kann

Gedanken zu den ignatianischen Exerzitien

Von P. Harald Volk SJM | Ähnlichkeiten gibt es tatsächlich zwischen den beiden – dem in diesem Jahr vielgerühmten „Reformator“ aus Sachsen, Martin Luther, und dem humpelnden Ordensgründer aus dem spanischen Baskenland, Ignatius von Loyola. Eine Monographie behauptet sogar im Untertitel, zwischen den beiden eine spirituelle Verwandtschaft entdeckt zu haben. Die folgenden Ausführungen möchten hingegen aufzeigen, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Viel wurde und wird in diesem Jahr über Reformation und Luther geschrieben, ich möchte durch eine Gegenüberstellung mit dem Heiligen aus Loyola einige Aspekte des spirituellen Lebens beleuchten. Dazu zeige ich zunächst Unterschiede auf, die sich in der Entwicklung der Persönlichkeit (1) offenbaren und komme in einem zweiten Schritt auf die Vermittlung ihrer Frömmigkeit (2) für das christliche Leben und damit die wahre Erneuerung der Kirche.

Charakterbild und Innenleben

Der Zustand des kirchlichen Lebens zur Beginn der Neuzeit war katastrophal, die Zustände waren verheerend und der Ruf nach einer Reform der Kirche an Haupt und Gliedern erscholl immer wieder. Während es allerdings in deutschen Landen auch im kirchlichen Bereich eher unruhig zuging und die Bischöfe ihre
Aufsichtspflicht sträflich vernachlässigten, sorgte in Spanien die Inquisition dafür, dass verdächtige Bemühungen auf ihre Rechtgläubigkeit überprüft wurden.

Zunächst wandelte zeitlich gesehen Martin Luther als eifriger Augustinermönch auf frömmeren Pfaden als der acht Jahre jüngere stramme Caballero (Ritter) aus dem Hause Loyola, der sich eher um weltlichen Ruhm und schöne Frauen mühte.

Beide waren Hitzköpfe: Wenn auch das Duell mit tödlichem Ausgang in Luthers Biographie umstritten ist, kommen seine spätere Streitsucht und sein ausgeprägter „Grobianismus“ nicht von ungefähr. Auch Ignatius war es todernst, wenn es um seine Ehre ging und noch während seiner Bekehrung überlegte er ernsthaft, ob er einen Mauren, der sich über die Gottesmutter lästerhaft geäußert hatte, einen Kopf kürzer machen solle. In der weiteren Entwicklung des hl. Ignatius aber kam durch die Betrachtung der Persönlichkeit Jesu die Sanftmut, sowie Zielstrebigkeit und Durchsetzungskraft immer mehr zum Vorschein.

Bei Martin Luther hingegen mehren sich ganz offensichtlich und für jeden nachprüfbar Beschimpfungen und Beleidigungen. Alle seine späteren Schriften bis hin zu seiner letzten Schrift „Wider das Papsttum zu Rom vom Teufel gestiftet“ sind von Derbheit und Fäkaliensprache so durchzogen, dass man den abgrundtiefen Hass des Autors herausschmecken kann.

Den vollständigen Artikel finden Sie im SKS.

2018-01-24T14:20:01+00:00

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