Treue zum Gebot Gottes

Hilde Bayerl, München – Es ist, der Ruhm der katholischen Kirche, dass sie in der Treue zum Gebot Gottes an der Unauflöslichkeit des Ehebandes festhält. Die Gebote Gottes sind keine Willkür, sondern deren Befolgung, gerade euch bezüglich der Ehe, helfen zu einem erfüllten gesegneten Leben der Familien.

Es folgen drei Beispiele von Päpsten, die ihrer Berufung der «Fels» zu sein, gefolgt sind:

  • Bekannt ist die Ablehnung des Ehescheidungsgesuchs des englischen Königs Heinrichs VIII. durch Papst Clemens (Papst von 1523 bis 1534). Der mit Anne Boleyn im Ehebruch lebende König gab sich damit nicht zufrieden, sondern erklärte sich zum Herrn einer von Rom unabhängigen«Kirche» und erzwang seine Anerkennung durch den zu leistenden sog.«Suprematseid». Ausser Bischof John Fisher beugten sich alle Bischöfe. Die Eidverweigerer, unter ihnen auch des Königs Lordkanzler Thomas Morus, wurden hingerichtet.
  • Ein beeindruckendes Beispiel gab der selige Papst Eugen III. (Papst von 1145 bis 1153). Graf Hugo von Molise wollte vom Papst seine Ehe für ungültig erklären lassen. Da sie aber gültig geschlossen worden war, konnte der Papst dies nicht ermöglichen. Der Graf wollte den Bescheid des Papstes nicht anneh­men, da «fiel der Papst ihm zu Füssen, die Tiara rollte in den Staub, und er bat ihn unter Tränen, sich dem Gesetz Gottes zu beugen. Dem erschütterten Hugo aber, der nun zu gehorchen versprach, steckte der Papst seinen eigenen Ring an, damit er ihn stets an das gegebene Wort erinnere.»
  • Erschütternd ist der Einsatz das hl. Papstes Nikolaus I. (Papst von 858 bis 867). Der fränkisch-karolingische König Lothar II. lebte im Ehebruch mit sei­ner früheren Geliebten Waldrada und behandelte seine Gemahlin in übler Weise. Als der Papst das Zusammenleben des Königs mit der sogar schon gekrönten Wal­drada scharf verurteilte, gelang es Lothar, den Kaiser Ludwig auf seine Seite zu ziehen. Mit einem Heer zog der Kaiser nach Rom. Der Papst rief zu Fasten, Busse und Bittprozessionen auf. Beim Einzug einer Bittprozession in den Peters­dom wurden die Beter von einem bewaffneten Haufen des Kaisers misshandelt, es wurden Kreuze zerbrochen, Fahnen zerrissen, eine Reliquie vom Kreuz Christi in den Kot der Strasse getreten.«Mit Mühe gelang es dem Papst, sich an das Grab des heiligen Petrus zu flüchten. Zwei Tage und zwei Nächte verbarg er sich dort, ohne Speise und Trank. Doch der Schänder jener Kreuzreliquie starb eines jähen Todes, der Kaiser selbst erkrankte, und die Empörung der Römer über die Gewalttaten der Franken regte sich. Da lenkte Ludwig ein. Die kluge Gemah­lin des Kaisers ebnete den Weg zur Verständigung.»

Die beiden letzten Beispiele behandelt detailliert der deutsche Kirchen­historiker, jetzt Kardinal W. Brandmüller in dem Buch «Reformer der Kirche», 1970 Mainz, 5.589 und 447f.

2017-05-10T00:04:34+00:00

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