Wirken und Existenz des Teufels

Was uns die Offenbarung und der Glaube der Kirche über die Existenz und das wirken des Teufels und der bösen Geister sagen

Von Univ.-Prof. Dr. Joseph Schumacher

  Wenn man einerseits den Abfall von Gott betrachtet und andererseits die Dominanz des  Irrationalen, das sich mehr und mehr breit macht in unserer Welt, kann man nicht sagen, dass der theologische Traktat über den Teufel peripher ist.

Wenn vom Teufel die Rede ist, geht es um zwei Fragen. Ist er, der Teufel, eine personale Wirklichkeit oder ist er nur eine Personifikation des Bösen? Sind die Aussagen der Schrift über die guten und bösen Geister nur bildliche Einkleidungen und Stilmittel oder beschreiben sie eine Wirklichkeit, die uns nicht unmittelbar zugänglich ist? Die zweite Frage ist dann die, ob und wie sich der Teufel und die bösen Geister, wenn sie denn existieren, weltimmanent äußern und in dieser unserer Welt wirken können. Gemäß dem überkommenen Glauben der Kirche ist der Teufel eine personale Wirklichkeit, können der Teufel und die bösen Geister in der Welt wirken und können die dämonischen Wirkungen auch als solche erkannt werden, jedenfalls prinzipiell, und zwar in Analogie zu natürlichen Vorgängen.

Der Teufel wirkt Scheinwunder, wie sie im 2. Thessalonicherbrief vom Antichrist1 ausgesagt werden, dem „Sohn des Verderbens“, dem „Widersacher, der sich über alles erhebt, was Gott oder Heiligtum heißt“, der „in der Kraft Satans“ auftreten wird“. Sein Wirken besteht vor allem in der „Macht der Verführung“, wobei er sich der Lüge bedient. Mit Hilfe von Scheinwundern verführt er die Menschen zum Abfall von der Wahrheit und zur Ungerechtigkeit. Aber Christus ist stärker als er. Er wird ihn „mit dem Hauch seines Mundes“ vernichten, durch den „Lichtglanz seiner Ankunft“. Beim Weltgericht wird die Herrschaft des Teufels endgültig gebrochen, wenngleich sie prinzipiell schon jetzt überwunden ist durch die Erlösungstat Christi.

Des Öfteren begegnet uns heute die Behauptung, der Teufel sei nicht eine Wirklichkeit, sondern nur ein Bild, eine Metapher, auch bei solchen, die sich als Kerngruppe der Christen verstehen. Das ist die Frucht einer unseligen Saat nicht weniger Theologen über Jahrzehnte hin. Bei Umfragen hat man ermittelt, dass die Zahl der katholischen Theologen, die den Teufel als personale Wirklichkeit negieren, bei 33 % liegt, bei den protestantischen Theologen beläuft sich ihre Zahl auf über 50 %.

Eine Repräsentativumfrage des Tübinger Wickert-Institutes hat ermittelt, dass nur noch jeder zehnte Einwohner in Deutschland die personale Existenz des Teufels bejaht und dass es in Bayern nur neun Prozent für möglich halten, dass jemand vom Teufel besessen ist und dass es so etwas gibt wie Teufelsaustreibungen. […] Der vollständige Artikel findet sich im SKS.

2017-04-24T17:05:32+00:00

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