Nur Mut zur Teufelin!

Von Christa Meves – Reichhaltig sind in den vergangenen Jahrzehnten die Bemühungen unserer Eiferer gewesen, der Gerechtigkeit in der Welt dadurch voranzuhelfen, dass man uns Frauen auch von unserer geistigen und geistlichen Benachteiligung durch das jahrhundertelang währende Patriarchat erlöst. Das geht bis zu Veränderungen biblischer Texte. Paulus redet manchmal sogar in den Lesungen vom Ambo her seine Gemeinde neuerdings unversehens mit „Schwestern und Brüder“ an. Bis zur Hinzufügung einer „Mutter unser“ bei der Anrede im Herrengebet sind (besonders im evangelischen Norden) biblische Umbenennungen zur „Heiligen Geistin“ bis zu „Jesa Christa“ in Gebrauch genommen worden. Das sind zwar lächerliche, aber dennoch bedrückende, weil unendlich anmaßende Auswüchse des feministischen Machtkampfes in einer von ihnen angestrebten Herrschaft über die Männer; aber dennoch scheint den Veränderern trotz all des kritischen Aufspürens von Benachteiligung im Sprachgebrauch eine geradezu dringende Veränderungsnotwendigkeit entgangen zu sein: Nirgendwo konnte man bisher irgendwo hören, dass der Teufel sich zur Teufelin gewandelt habe! Wie das? Ist hier eine Freudsche Verdrängung im Spiel? Scheuen die Kämpferinnen davor zurück, ihren Schatten zu akzeptieren und zu integrieren?

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2018-04-23T13:18:12+00:00