Gott hat kein Gefallen am Tod des Sünders

Überlegungen mit dem heiligen Pfarrer von Ars

Von P. Bernward Deneke –  Es gehört zu den frohen Gewissheiten unseres Glaubens, dass Gott gütig und barmherzig ist. Durch den Propheten Ezechiel hat Er selbst es gesagt: „Ich habe kein Gefallen am Tod des Sünders, sondern daran, dass er von seinem Weg umkehre und lebe.“ (Ez 33,11) Damit ist der „zweite Tod“ (Offb 20,4) angesprochen, die Verdammnis. Am Anfang der Fastenzeit, die uns zum Fest der Todesüberwindung und des neuen Lebens führt, ist es gut, einige Überlegungen über diesen Tod und Gottes Barmherzigkeit anzustellen. Leiten soll uns dabei der heilige Jean-Baptiste Vianney (+ 1859). Er wusste genau, wovon er sprach.

  1. Der „zweite Tod“

„Eines Tages hielt der Pfarrer eine Katechese und sprach vom Letzten Gericht. In diesem Zusammenhang wiederholte er mehrmals: ,,Von Gott verflucht!… Von Gott verflucht!… Welches Unglück, welches Unglück!“ Die Anwesenden waren durch diese Worte, mehr noch durch sein Schluchzen zu Tränen gerührt.“

Ja, es ist christliche, biblisch belegte Wahrheit, dass es eine Sünde zum Tode gibt. Wer sie begangen hat, ist lebend tot. Und wenn er in ihr stirbt, bleibt er im Tode. Die Heilige Schrift stellt sie uns in verschiedenen Bildern dar: als erloschene Lampe und verschlossene Türe, als Festgast ohne hochzeitliches Gewand, als Heulen und Zähneknirschen, Rauch der Qualen und Wurm des Gewissens. Dieser zweite Tod ist das Allerschlimmste. Deshalb sagte der heilige Pfarrer darüber sehr ernst:

„Seht, meine Kinder, wir müssen bedenken, dass wir eine Seele haben, die wir retten müssen, und eine Ewigkeit, die uns erwartet. Die Welt, ihre Reichtümer, Vergnügungen und Ehren werden vergehen; Himmel und Hölle werden niemals vergehen. Seid deshalb wachsam!“

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2018-04-23T13:19:21+00:00