Verkündigungsevangelium

Magdalena Helfer, Bülach – Am Sonntag den 24.12. wurde das Evangelium der Verkündigung des Engels Gabriel an die «Immaculata Concepcion» vorgetragen, von einem Aushilfspriester, der zum Anfang des Gottesdienst erklärt, dass er Deutschlehrer am Bülacher Gymnasium sei und sich freue in unserer Kirche Aushilfe zu sein.

Maria sprach also zum Engel Gabriel: «Wie soll das geschehen», da ich noch keinen Mann erkenne. Ich dachte, ich hätte mich verhört, denn «noch nicht» würde das gesamte Verkündigungsevangelium verspotten. Ich hatte mich leider nicht verhört, wenig später war die Rede vom hl. Josef, dem Bräutigam der Gottesmutter, der jetzt als ihr Ehemann verkündet wurde.

Maria war von Ewigkeit ausersehen, die Mutter Gottes zu werden, daher das Dogma ihrer unbefleckten Empfängnis, Festtag am 8. Dezember. Der Engel Gabriel antwortete auf die Frage Mariens: «Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?» (Lukas, 1.Kp, Vers 34). «Der Heilige Geist wir über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten». Der Engel sagte noch: «Denn für Gott ist nicht unmöglich». Ich glaube, dass für Gott nichts unmöglich ist und daher bin ich davon überzeugt, dass Maria als einzige Frau zugleich Jungfrau und Mutter war. Wie kann ein Mann Priester sein und die Allmacht Gottes bezweifeln? Die Geburt von Jesus in Bethlehem war ein Wunder. Alle Gläubigen die in Bethlehem die Geburtsgrotte besuchen, sind von diesem Wunder überzeugt, sonst würden sie die Strapazen einer solchen Reise nicht auf sich nehmen. Wäre Maria eine «noch-Jungfrau» gewesen und später die Ehefrau und Mutter anderer Kinder, würde bis zum Tod am Kreuz mit der letzten Bitte: «Sohn, siehe deine Mutter», und «Mutter siehe deinen Sohn» als Vermächtnis gar nichts mehr in den Evangelien stimmen.

Gott sei Dank bin ich langjährige Abonnentin vom Kath. Sonntagsblatt und der Kath. Wochenzeitung und lese bereits vor der heiligen Messe die korrekt angeführte Lesungen und Evangelien.

2018-01-24T15:01:04+00:00