Männer sind wunderbar!

Von Christa Meves | Im Grunde ist es doch gar nicht zu fassen, dieses perfekte Funktionieren unserer alltäglichen Technik. Zum Beispiel: Morgens um sieben verläßt man eine der süddeutschen Metropolen – München oder Stuttgart – und entsteigt eventuell nach ein- oder zweimaligem gepflegtem Wechsel des Zuges, der auf demselben Bahnsteig lautlos herangleitet, zu einer noch guten Mittagszeit dem Zug im Heimatort der Lüneburger Heide. Oder so eine kleine Dienstreise von Hannover nach Berlin – eben einmal rasch ohne langes Herumsitzen ins Flugzeug und wieder hinaus, am Abend das gleiche, ein Aufwand nicht größer als die Fahrt vom Vorort in die City. Wie herrlich!
Und dies alles verdanken wir der Tüchtigkeit der Männer. Wie gut, dass es sie gibt; denn schließlich ist das ihr Werk: dieses Erfinden, Umsetzen, das Netz der Planungen und Verflechtungen. Die Feministinnen sagen freilich, dies läge nur an der ewigen Unterdrückerei des langhaarigen Geschlechts durch die Bartfähigen. Aber dem muß aufgrund neuer wissenschaftlicher Forschungen widersprochen werden. Der Direktor des Instituts für Psychobiologie an der Universität Paris, Rene Zazzo, schreibt: „Das charakteristische Merkmal bei den Knaben ist ihre Überlegenheit bei denjenigen intellektuellen Aktivitäten, die logische Durchdringung und räumliches Vorstellungsvermögen voraussetzen. Diese Überlegenheit des räumlichen Vorstellungsvermögens, verbunden mit Faktoren kultureller Art, führt zur Überlegenheit des Knaben in technischen Fähigkeiten. Der Unterschied in der technischen Begabung, der schon zu Beginn der Schulzeit zwischen Knaben und Mädchen spürbar wird, verstärkt sich mit der Zeit derart, dass in der Adoleszenz die diesbezüglichen Leistungen der Jungen denen der Mädchen um 50 bis 100 % überlegen sein können.“ An dieser Barriere ihrer angeborenen Andersartigkeit sind deshalb auch – so zeigen jüngste Untersuchungen – die Hausmann-Modelle für Väter gescheitert. Es läßt sich eben auf die Dauer nicht daran vorbeisehen: Von Anfang an waren die Männer prädisponiert, den ganzen technischen Zauber unserer Industrie zu erfinden. Grund zur Resignation, zur endgültig festgestellten Minderwertigkeit der Frau? Aber nicht im Mindesten! Auch dies weiß neue Forschung um die Geschlechter: Frauen (bereits schon die ganz kleinen Mädchen) haben vorrangig eine besondere Neigung für hellhörig-liebevolle Kommunikation, zur Bewunderung auch, zum Hinauffragen, zum Aufschauen zu den „Großen“ ; Jungen haben von früh an hingegen die Eigenschaft, mehr und kämpferischer mit den gleichgeschlechtlichen Gleichaltrigen herumzurangeln, um eine sogenannte „Dominanz-Hierarchie“ herzustellen. Es geht ihnen viel mehr um die Macht. Aber das vermag mich, die ich mich gerade im Tempo von 200 Stundenkilometern von Ulm auf München zubewege, zur Zeit nicht zu verstören. Ich freue mich momentan eben daran, dass die Männer zu bewundern sind, sich bewundern lassen, dass ich, als ein Weib, sie bewundern darf und mich, wie mir ebenfalls Rene Zazzo bestätigt, seit neuestem gerade dadurch dem eigentlich starken, dem echt starken Geschlecht zugehörig fühlen kann. Zazzo im Resümee der neuen Forschungsergebnisse: „Auf die unterschiedliche Psychologie der Geschlechter angewendet, lernen wir aus der Untersuchung des zweigeschlechtlichen Paares, dass die Dominanz des männlichen Geschlechts, das herkömmlicherweise als das starke betrachtet wird, eine zweifelhafte Sache ist…“ Dennoch: Sie sind wunderbar unsere so fabelhaft tüchtigen Männer, und wir dürfen neidlos bewundern, mit welcher Eleganz sie sich die Erde untertan machen für uns!

Den vollständigen Artikel finden Sie im SKS.

2018-01-24T14:50:49+00:00