Granatapfel

Deine Lippen sind wie eine Purpurschnur, und dein Mund ist lieblich; wie Granatäpfelhälften sind deine Wangen hinter deinem Schleier. (Hohelied 4, 3)
Wie ein halber Granatapfel nimmt sich deine Wange hinter deinem Schleier aus. (Hohelied 6, 7)
Der Granatapfel (Punica granatum) ist eine Pflanzenart, die der Familie der Weiderichgewächse  zugerechnet wird. Der Granatapfel wächst als sommergrüner kleiner Baum und erreicht Wuchshöhen bis zu 5 Metern. Er kann mehrere hundert Jahre alt werden.

Das Verbreitungsgebiet des Granatapfels liegt im westlichen bis mittleren Asien, von der Türkei über den Kaukasus bis nach China.

Im Mittelmeerraum und im Nahen Osten wird die Pflanze seit mehreren tausend Jahren kultiviert.
Auch in den USA, Teilen Südamerikas und Australien wird der Baum mittlerweile angebaut.

Zu seinen wichtigsten Inhaltsstoffen zählen PolyphenoleFlavonoideAnthocyane und Tannine, wobei der Anteil der Antioxidantien in der Schale am höchsten ist. Heilkundlich verwertet werden Frucht, Fruchtfasern, Samen, Blütenknospen, Wurzelrinde und Rinde.

Am häufigsten wird die Granatapfelfrucht verwendet, die sich bei zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden bewährt hat, wie z. B. Bluthochdruck, hohen Cholesterinwerken, Leber- und, Magenerkrankungen, gestörtem Zuckerstoffwechsel (Diabetes), Zahnplaque, Osteoporose, Knorpelabbau sowie geschwächtem Immunsystem.

Die Schale des Granatapfels und die hellen Innenhäute zwischen den Samen kann man erfolgreich bei Wechseljahresbeschwerden einsetzten, wobei sich hier der Tee aus der Schale besonders eignet.

Äusserlich angewendet, hilft ein Öl aus den Kernen der Frucht bei Falten, da die darin enthaltene spezielle Fettsäure für die Bildung von Hormonen (Prostaglandinen) sorgt. Dadurch wird auch der Stoffwechsel positiv beeinflusst.

Bereits im Alten Testament findet die kernreiche Frucht Erwähnung. Für die Männer, die Moses ausgesandt hatte, um das Land Kanaan auszukundschaften, waren die dort wachsenden Granatäpfel und Weintrauben Zeichen des Wohlstandes.
Sogar die Bundeslade war mit Granatäpfelsymbolen geschmückt, da die Frucht 613 Kerne enthalten soll – genauso viel wie das Alte Testament Gesetze enthält. Auch auf den priesterlichen Gewändern war der „Apfel der Äpfel“ abgebildet.

In der christlichen Symbolik vergleicht man den Granatapfel gerne mit den Tugenden Mariens oder aber mit der Gemeinschaft der Gläubigen unter dem Schutzmantel der Kirche.

Granatapfel-Tee:
2 TL getrocknete Schale mit ¼ l kaltem Wasser übergiessen und aufkochen lassen.
Kurz ziehen lassen und 1 Tasse täglich trinken.

Den vollständigen Artikel finden Sie im SKS.

2018-01-24T14:57:28+00:00