Angst, Aggression und Depression

Von Hans-Arved Willberg | In der emotionspsychologischen Literatur werden viele verschiedene nega-tive Gefühle beschrieben. Es scheint aber so, dass es sich bei allen um Variationen der Angst han-delt, bis auf eine Ausnahme vielleicht: die Traurigkeit. Depression ist ein angstvolles Festhalten an Vergangenem. Traurigkeit unterscheidet sich von Depression durch das Loslassen. Oft weinen wir bei starker Traurigkeit. Im Weinen empfinden wir dann intensiv den Schmerz des Verlusts, aber wir erfahren dabei, dass wir ihn auch besser annehmen können. Traurigkeit ist ein Heilungsvorgang. Das Weinen kann eine Erlösung sein: Wir lösen uns unter Tränen vom Verlorenen. Darin liegt es wahrscheinlich, dass Freudentränen und Traurigkeitstränen eng miteinander verwandt und manch-mal gar nicht recht zu unterscheiden sind. Traurigkeit ist das Gefühl des Übergangs von einer Angstreaktion zu neuer Lebensbejahung. Der Kampf ist vorbei und der Verlust ist gross. …

Den vollständigen Artikel finden Sie im SKS.

2017-07-03T11:40:00+00:00