Die Grundformen der Angst – Teil 2

Von Hans-Arved Willberg | Søren Kierkegaard, der erste „Existenzphilosoph“, hat die Selbstent-fremdung des Menschen auf den Sündenfall zurückgeführt. Er beobachtete zwei Grundrichtungen, in denen der Mensch verzweifelt versucht, sie zu überwinden: die Selbstsucht (verzweifelt man selbst sein wollen) und die Selbstablehnung (verzweifelt nicht man selbst sein wollen). Offenbar hat er mit diesen beiden Richtungen die Grundstrukturen des menschlichen Daseins schlechthin erkannt. Unsere Persönlichkeit entfaltet sich im Zusammenspiel von Außenorientierung und In-nenorientierung. Hinauszugehen in die Fremde ist für unser Wachstum genauso wichtig wie heim-zukehren in das Eigene. Das ganze Leben ist ja wie der Atem ein steter Wechsel von Hineingehen und Hinausgehen und immer ist es davon bedroht, dass nicht mehr zu sich nachhause findet, wer aus sich heraus gegangen ist, und nicht mehr heraus findet, wer sich in sich selbst verschließt.

Kierkegaard zufolge liegt darin aber keine gesunde Wachstumsdynamik, sondern, weil das Gespal-tensein des Menschen existenziell ist, handelt es sich um seine „Krankheit zum Tode“. […]

In den letzten Jahrzehnten sind die Bedürfnisse des Menschen gut erforscht worden. Dabei hat sich gezeigt, dass sich auch die grundlegenden seelischen Bedürfnisse wie die vier Grundformen der Angst in vier Hauptrichtungen konzentrieren und dass beide tatsächlich übereinstimmen. Die Tabelle fasst zusammen, wie das aussieht.

Die Grundformen der Angst nach Rie-mann: Das bedeutet Angst vor… Dem entsprechen auf der anderen Seite die seelischen Grundbedürfnisse (nach Klaus Grawe): […]

Der vollständige Artikel findet sich im SKS.

2017-05-22T10:36:56+00:00